Entwickclung des Schulwesens zu Düsseldorf.
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Auffliegen des der Kirche gegenüberliegenden Pulver-thurms eine solche Zerstörung, dass die Schüler dem Regenund Sturme ausgesetzt waren. Auf die Klage des Schul-meisters Anton Härtung wurde das Lokal vom Magistratwieder in Stand gesetzt.
Die Frequenz dieser ältesten Schulen ist schwer fest-zustellen, so lange das Verhältniss derselben zu einanderund zu den später errichteten höheren Lehranstalten nichtfeststeht. In einem Bericht des Magistrats an den Herzogvom Jahre 1670 wird die Frequenz der lateinischen Schuleauf 130, die der deutschen Schule auf 50 angegeben undzugleich mitgetheilt, dass das Schullokal eine Vergrösserungerfahren habe, wodurch es Raum für 150 Kinder und mehrerhielt. Es ist selbstverständlich, dass im Laufe der Zeitdas Bedürfniss besonders nach Elementarschulen immerdringender wurde.
Man machte sogar schwache Versuche, die Mädchenvon den Knaben zu trennen, auch fanden die ärmerenSchüler allerdings erst dann mehr Berücksichtigung,als unangenehme Vorkommnisse, wie Zügellosigkeit undMüssiggang die Behörde daran erinnerte, dass auch etwasfür das gewöhnliche Volk geschehen müsse. Ferner werdenwir bei Prüfung der einzelnen historischen Angaben finden,dass das Privatschulwesen eine gewisse Ausdehnung nichtimmer zum Vortheil des Unterrichts annahm. Die That-sache endlich, dass nach der Reformation die Kinder katho-lischer Eltern trotz Abmahnung der Behörde die Schulenlutherischer Lehrer besuchten, zeigt deutlich, dass dieReformirten und Protestanten zeitweise mit genügendenLehrkräften versehen waren. Nach diesen allgemeinenErörterungen mag es gestattet sein, einzelne Daten zurBeleuchtung des Gesagten vorzuführen. Für das Jahr1587 ist das Vorhandensein eines Lehrers, „welcher für dieMädchen sorgt", urkundlich festgestellt. Ebenso werden1670 sechs Devotessen erwähnt, welche nicht allein Mädchen,sondern auch einige Jungen unter ihrer Disciplin hatten.Schon 14 Jahre später schenkte Herzog Johann Wilhelmden aus Cöln 1681 angekommenen Ursulinerinnen einenPlatz zum Bau einer Kirche und eines Klosters, in welchemlange Jahre eine blühende Mädchenschule bestand. EineKnabenschule unterhielten ferner schon seit dem Anfangdes 16. Jahrhunderts die Kreuzherren in ihrem Kloster*n der Ratingerstrasse. 1803 wurde zwar der Orden derKreuzherren aufgehoben, aber die Schule blieb unter zwei■Lehrern im Kloster bestehen. Als 1812 hierin ein Mon-tirungsdepot angelegt wurde, verlegte man die Schule auf
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