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Geschichte der jüdischen Gemeinde Düsseldorfs.„Hohe Ständeversammlung!
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Die Kunde des Triumphes, den die Sache der Mensch-heit durch den h. rheinischen Landtag gefeiert, hat dasHerz jedes echten Patrioten mit Stolz erfüllt und in demGemüthe der Juden Deutschlands Gefühle der Verehrungund der dankbarsten Anerkennung angeregt.
Der h. rheinische Landtag hat das Wort „Emanci-pation der Juden" in seinem ganzen Umfange ausgesprochenund hierdurch kundgethan, welche Motive die Vertretereines edlen und freien Volkes belebten. Durchdrungenvon dem Werthe des Menschen, von den Rechten, die wederdurch Verschiedenheit der Confession, noch durch Neben-rücksichten je beeinträchtigt werden dürfen, hat der h. Land-tag im Juden den Sohn des Vaterlandes, den einheimischenBürger des deutschen Bodens anerkannt, dem gewährtWerden soll, wozu seine gerechten Ansprüche ihn berech-tigen.
Es hat die Wahrheit ihre mächtige, unbesiegbare Kraft,ßie trägt ein göttliches Zeichen an ihrer Stirn, das nichtdurch die falbe Schminke einer erheuchelten Aufklärung,nicht durch den falschen missverstandenen Eifer für Gott,nicht durch ängstliche, eine kleinliche Engherzigkeit nurschlecht verhüllende Vorsicht erlangt werden kann. Dort,wo man, was dem Juden gewährt wird, als Gnade an-sieht, wandelt sich die Gabe in ein kränkendes, herznagendesAlmosen um; es wird abgezirkelt und abgewogen und be-rechnet und bemessen, bis das Gewährte in ein Nichts zu-sammensinkt, bis der Empfänger inne wird, wie wenigErnst es dem Spender war, wie ihn nicht ein höherer, vonder Achtung vor der Würde des Menschen beseelter Willetrieb, sondern nur der Schein gemieden werden sollte, alsgebe man der Stimme der Menschheit nicht Gehör. Wonicht aus einem lebendigen Ergüsse des Rechts sich dieStimme für den gedrückten jüdischen Mitbürger erhebt,wird der bettelhaften Gabe die Unwürdigkeit hinzugefügt,dass man, die eigene Schuld auf den Juden hinüberwälzend,ein grauenerregendes Bild von seiner Verworfenheit auf-stellt, ihm jede menschliche Schwäche zum Laster anrechnetund neue andichtet, mit ihm erst philanthropische (!) Ver-suche anstellen, ihn durch Beschränkungen und Verclau-sulirung von vornherein unschädlich machen will; und manfügt zum Unrecht den Spott hinzu, ihm die drückendstenBeschränkungen als liebende Fürsorge anzurechnen. —Welches Gefühl kann ein in solcher Absicht gewährtesZugeständniss im Juden erwecken, welche Zugeständnissewerden überhaupt diejenigen, welche ein solcher Geist