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Geschichte der jüdischen Gemeinde Düsseldorfs.
Nur der allmächtige Vater ist Zeuge unsers tief empfun-denen Dankes; zu Ihm wollen wir betend uns wenden, dasser seinen Segen den Vertretern der Israeliten auf dem7. Rhein. Provinzial-Landtage verleihe; zu Ihm wollen wirvom tiefsten Dankgefühl durchdrungen, die inbrünstigeBitte richten, dass er uns die Kräfte geben möge, uns inWort und That dieses beglückenden Ausspruches Einerhohen Ständeversammlung stets würdig beweisen zu können.
Mit Ehrerbietung und dankbarster Hochachtung ver-harren Einer hohen Ständeversammlung gehorsamste
Düsseldorf, 13. Juli 1843."
(Folgen die Unterschriften sämmtlicher Mitgliederder israelitischen Gemeinde zu Düsseldorf.)
Auch die Düsseldorfer Zeitung widmet dem Beschlüssedes Landtages einen warmen Dank. In der bereits erwähntenNummer schreibt sie:
„Düsseldorf, vom 15. Juli. Es ist bereits bekanntgeworden, dass der Landtag für die Emancipation der Judensich ausgesprochen. — In der That, ein schöneres, ehren-deres Denkmal konnte der siebente rheinische Landtagsich selbst und seinem Wirken nicht setzen! — Ganz Deutsch-land wird sich freuen über den Geist der Freiheit, der indiesem Votum einer deutschen Ständeversammlung sichankündigt. — Für die Juden! was heisst dies anders, alsfür Recht und Freiheit ? Wohl uns, dass wir zu dieser Er-kenntniss gekommen! Wohl uns, wenn wir auf dieser Bahnfortwandeln und ringen und kämpfen für Recht und Frei-heit, bis wir endlich auch das Höchste aller individuellenFreiheit erreicht haben werden: Freiheit des Geistes undGedankens, Freiheit des Wortes!"
Besonders verdient gemacht hatte sich um die Er-reichung dieses Resultates unter den Vertretern der Geist-lichkeit Canonicus Lensing aus Emmerich. Aus dem Kreisder Düsseldorfer Bürgerschaft war es besonders Commer-zienrath Baum, damaliger Landtagsdeputirter. Zahlreichund voll des Dankes waren die Anerkennungsschreiben,welche auch der Gemeinde zu Düsseldorf für ihr mannhaftesund umsichtiges Auftreten von den Glaubensgenossengezollt wurden. Auch der verdiente Dr. Z. Frankel, Ober-rabbiner von Dresden und Leipzig, später Director desjüdisch-theol. Seminars zu Breslau, zeichnete die Gemeindedurch ein solches Schreiben aus und fügte gleichzeitig eineDankadresse an den Landtag bei, welche es wohl verdient,hier wiedergegeben zu werden.