Geschickte der evangelischen Gemeinde Düsseldorfs.
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Imhäusser zum Director. Am 17. Juni 1859 wurdender Anstalt die Rechte einer selbständigen Pfarrei verliehen,nachdem die Anstaltskirche bereits am 3. August 1854 ein-geweiht und in öffentlichem Gebrauch war.
An der hiesigen ev. Gefängniss-Gemeinde,welche noch heute keine Parochie für sich, sondern einenintegrirenden Bestandtheil der evangelischen Gemeindebildet, wurden seit dem Jahre 1828, zunächst durch dierheinisch-westfälische Gefängniss-Gesellschaft, später durchdie Staatsbehörde evangelische Geistliche angestellt. Alssolche wirkten W. Schmidt aus Lobeda 1828/29 undin rascher Folge: H. G. Müller, später Pfr. und Sup.in Monzingen; Karl Küpper (später Pfarrer in Köln),Wilms, Johannes B a 11 f 1843, Kühler t 1849, Böge-hold 1849—57, Rudolf Schultze 1857—62, R. W.Scheffer 1862—73, H. Stursberg 1873—87 undGräber seit 1887.
Seit der Besitzergreifung des Bergischen Landes durchdie Krone Preussen besteht hierselbst auch eine evan-gelische Garnisongemeinde. Bisher hattennur die katholischen Militärs die zur Caserne gehörige„St. Anna-Kirche" in Gebrauch und ihren eigenen Seel-sorger, während die evangelischen Mannschaften in diebeiden evangelischen Gemeinden eingepfarrt waren. Einevangelischer Feldprediger begleitete schon das preussischebergische Corps auf seinem Zuge nach Nassau und Frank-furt. 1815 wurde dann die evangelische Seelsorge demPastor Hartmann an der lutherischen Gemeinde über-tragen, 1820 Joh. Hermann Alt gelt als erster Militär-prediger der 14. Division angestellt, am 30. Septbr. 1824die St. Anna-Kirche mittelst Cabinets - Ordre für eineevangelische Garnisonkirche erklärt, jedoch unter Mit-gebrauch für die katholische Garnisongemeinde, 1827 Pre-diger Dr. Ninnieh zum 2. Militärprediger ernannt;1832 Garnisonprediger Thielen aus Wesel zu AltgeltsNachfolger, (welcher Letztere als Schulrath bei der hiesigenRegierung eintrat). 1836 H. G. M o n j e zu Ninnich'sNachfolger, 1846 Dr. Kottmeier zum NachfolgerVon Thielen, der zum Militär-Oberprediger in Coblenz er-nannt war. Monje starb 1849, und wurde seine Stelle nicht^ieder besetzt. Als Dr. Kottmeier 1867 als Pfarrer nachEisleben berufen wurde, folgte ihm Wilhelm Meyer ausMünster i. W., welcher im Jahre 1870 mit der 14. Divisionnach Frankreich ausrückte, auf dem Feldzuge am Gallen-fieber schwer erkrankte und bald darauf in Münster starb.Sein Nachfolger wurde im Jahre 1871 der noch jetzt fun-
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