Geschichte der evangelischen Gemeinde Düsseldorfs.
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hierzu nicht die vielfach nachgesuchte Genehmigung undBeihülfe der Behörden und konnte auch das nichterreichen, dass an dem hiesigen königl. Gymnasium dieZahl der evangelischen Lehrer dem Bedürfniss und derZahl der evangelischen Schüler desselben entspräche, wie-wohl dies durch Verfügung des Herrn Ministers vom Jahre1873 als nothwendig anerkannt war. Inzwischen ist jedochmit der städtischen Realschule ein paritätisches Gymnasiumverbunden, an welchem eine grössere Zahl evangelischerLehrer angestellt wurde. 1 )
Die drei an Schüler- und Classenzahl stets wachsendenElementarschulen, bis dahin Eigenthum der Gemeindeund von ihren Schulvorständen geleitet, gingen im Jahre1858 in den Besitz der Stadt über; im Jahre 1877 wurdendie Pfarrer auch von der Schulaufsicht entbunden. Gegen-wärtig bestehen fünf evangelische Volksschulen in der Stadt,Während für die evangelischen Kinder der entfernterenAussenbezirke in den betreffenden katholischen Schulenevangelischer Religions-Unterricht ertheilt wird.
Neben den öffentlichen Schulen bestanden seit denvierziger Jahren mehrere Privatschulen mit vor-wiegend evangelischem Charakter und Lehrpersonal: dieKnabenschulen des Herrn Friedrich und des HerrnK ö s t e r ; die höhern Töchterschulen der Frl. v. E r -kellentz und der Frau Maler Schuback (welcheletztere Schule noch besteht). — Zu der ebenfalls in denvierziger Jahren gegründeten Kleinkinderschulean der Kurzestrasse sind im Laufe der Zeit fünf neue (inder Bilkerstrasse, in Derendorf, Oberbilk, am Fürstenwallund in der Kurfürstenstrasse) und mehrere Kindergärtennach dem Fröbel'schen Systeme hinzugetreten. Auch dieim Jahre 1841 gegründete Nähschule für arme Kinderbesteht noch heute zu grossem Segen fort, und in Deren-dorf hat die Kaiserswerther Diakonissen-Anstalt eineMägdebildungs-Anstalt gegründet.
In der Gemeinde selbst und zum Theil weit über dieGrenzen derselben hinaus wirkt ein ganzer Kranz vonchristlichen Vereinen. Es seien hier u. A. nur erwähnt:
*) Wie bedeutend die Zahl der evangelischen Schüler inzwischenangewachsen ist, geht aus der letzten Zählung vom 1. Februar 1888hervor, nach welcher das Kgl. Gymnasium 359 kath., 229 evang.,löisrael. Schüler, das Realgymnasium 173 kath., 392 evang., 24 israel.Schüler, die Bürgerschule 261 kath., 196 evang., 24 israel. Schüler,diese Anstalten zusammen aber 793 kath., 817 evang., 60 israel.Schüler zählten.