Geschichte der evangelischen Gemeinde Düsseldorfs.
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werden. Letzteres verweigert jedoch die Gemeinde undbeschliesst 1812, die Klingelbeutel-Sammlungen für ihreArmen fortzusetzen, ausserdem aber Büchsen, deren Ertragjenem Bureau behändigt werden soll, an den Ausgängender Kirche aufzustellen. Ihr gesammtes Kapital-Vermögenbeläuft sich in diesem Jahre auf 18 610 Thlr., und sinddarum fortwährende ausserordentliche Sammlungen nöthig,um das Deficit der Kirchenkasse zu decken. 1813 gehtauch die Schule und das Schulhaus in den Besitz der Com-mune über, und die Zinsen der Schul-Kapitalien müssenan dieselbe bezahlt werden. Als der Prediger Joh. PeterAdolf Sohriever, welcher im Jahre 1802 zum Nach-folger des emeritirten Pfarrers Janssen berufen war,im Jahre 1813 einem Rufe nach Duisburg folgte und derEmeritus Janssen, beinahe 85 Jahre alt, starb, blieb dieerledigte Pfarrstelle der Noth der Zeit wegen unbesetzt.Der im Jahre 1792 erwählte Prediger P i t h a n muss dieGemeinde zwei Jahre lang allein bedienen, und erst imJahre 1815 wählt die Gemeinde den Professor am hiesigenKönigl. Gymnasium, Heinrich Wilhelm B u d d e , zumzweiten Prediger.
Die lutherische Gemeinde, welche am Schlüssedes 18. Jahrhunderts nicht ganz 1000 Seelen zählte, tratmit ihrem bewährten Pastor Hartmann in das neueJahrhundert ein. Das Rectorat war bereits eingegangen,doch unterrichtete seit 1799 der Hülfsprediger CandidatDanzmann einige Kinder der Elementarschule imLateinischen. Dieselben obrigkeitlichen Massregeln, welchedie reformirte Gemeinde so schwer getroffen hatten, mussteselbstredend auch die lutherische über sich ergehen lassen.Obwohl letztere im Jahre 1807 an den König von SachsenWegen erlangter Königswürde in dankbarer Erinnerungan das so lange gewährte sächsische Subsidium ein Gratu-lationsschreiben gesandt hatte, wurde ihr im Jahre 1810die Fortbewilligung vom sächsischen Landtage für immerversagt. Auch auf inner-kirchlichem Gebiete vollzogensich in dieser Zeit mancherlei Wandlungen. Im Jahre 1808wurden die bisher an katholischen Wochen-Feiertagengehaltenen Gottesdienste abgeschafft, 1806 die Grabreden,1808 das unter Hartmanns mühevoller Mitwirkung ent-standene „Verbesserte Bergische Gesangbuch" eingeführt;1816 dem Prediger Hartmann verstattet, alle vierzehn TageSonntag-Nachmittags den Gottesdienst in der Garnison-kirche zu leiten.
Wenn die beiden Gemeinden zur Zeit der Fremd-herrschaft und in Folge der grossen Veränderungen, welche