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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschichte der evangelischen Gemeinde Düsseldorfs.

Huyssen, Kaufmann Cretzschmar, Blechschläger Lieber,Geheimrath Jacobi in Pempelfort etc.

Dazu hatte sie den Vorzug, eine grosse Anzahl treuerVerkündiger des göttlichen Wortes, unter welchen Weyerund Crasselius besonders hervorragen, zu besitzen undauch in Th. Hartmann einen Mann erhalten, der ebenso-sehr durch seine Predigtgabe wie durch seine gewissen-hafte Treue und Verwaltungsgabe hervorragte und bei-nahe dreiviertel Jahrhundert das lautere Evangelium vonChristo in ihr verkündigen durfte, für dessen hervorragendeBedeutung auch der Umstand zeugt, dass er zweimal (1793und 1806) zum Inspector des unterbergischen Ministeriumsberufen wurde und an der Leitung der wichtigsten Ange-legenheiten des letzteren, z. B. bei Herausgabe desBer-gischen Gesangbuchs", betheiügt war.

An der Rectoratschule, welche zu Anfang des 18. Jahr-hunderts wieder in's Leben getreten war, wirkte seit 1704Johann Bernhard Stohlmann, der, wie seine Nachfolger,zugleich als Hülfsprediger wirkte. Bis dahin bildete dieRectoratschule nur die höhere Klasse der deutschen Schule.Von 1754 an wurde dieselbe jedoch als eine selbständigeSchule von der letzteren getrennt und an dieselbe ein Her-vorragender Lehrer, derbestbewährte" Rector JohannPeter Reitz berufen, der von 1755 bis 1797 an der-selben wirkte.

Dieser Mann hat mehrere ausgezeichnete Schülergebildet, worunter wir nur das berühmte Brüderpaar vonPempelfort, den Dichter Johann Georg Jacobi und denPhilosophen Friedrich Heinrich Jacobi, sowie den nach-maligen bayerischen Geheimrath Heinrich von Schenknennen. Der zweite Sohn Fr. Hr. Jacobi's, der in Düssel-dorf im Jahre 1845 gestorbene Geheimrath Jacobi sagtvon ihm, dass er ein Mann von mehr als gewöhnlicher wissen-schaftlicher Ausbildung und strenger Logik gewesen sei,ein Mann von dem achtbarsten Charakter, ein trefflicherSchulmann und gern gehörter Prediger.

Die durch Reitzens Tod erledigte Rectoratstelle wurdenicht wieder besetzt, weil die Zahl der Schüler zu geringwar, sondern dem Pastor Hartmann der Candidat D a n z -mann adjungirt, der zugleich an diejenigen Schüler derTrivialschule, welche es begehrten, lateinischen Unter-richt ertheilen sollte, und die Gemeinde benutzte die leer-gewordene Rectoratschule zur Erweiterung dieser Trivial-schule, deren Räume längst zu eng geworden. Am 3. April1804 folgte jedoch Danzmann einem Rufe als Prediger