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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschichte der evangelischen Gemeinde Düsseldorfs.

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dass ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst,aber seid getrost, Ich habe die Welt überwunden."

Nach Crasselius' am 10. November 1724 erfolgtenTode versah dertreu-fleissig gewesene" Pastor S t o h 1 -mann die Gemeinde bis zu seinem 1734 erfolgten Todeallein. Als Nachfolger wurde Pastor Johann Georg O v e r -kamp zu Jülich erwählt, welcher gleich im ersten Jahreseiner hiesigen Wirksamkeit zum Consistorialrath ernanntwurde und sein Amt hierselbst zwanzig Jahre mit einerTreue verwaltete, welche ihn bei seiner ganzen Gemeindein Liebe und Hochachtung setzte. Vgl. List: Geschichteder evang. Gemeinde zu Mannheim, Mannheim 1767.) Erfolgte im Jahre 1754 einem Rufe nach Mannheim, weil ereinen Herrn H., der die Schwester seiner ersten Frau ge-heirathet, nicht zum h. Abendmahle zulassen wollte unddeshalb in Ordnungsstrafe genommen worden war. Ihmfolgte Caspar I s s i n g , 1754 bis 1774, bisher Prediger inStolberg, der, wie eine von ihm verfasste lateinische Streit-schrift beweist, ebenfalls der Spener-Franke'schen pietisti-schen Richtung zugethan war. Auf einem Heimritt vonSolingen hierher wurde der bereits altersschwache MannVom Schlagfluss befallen und starb auf der sogenannten»Schalcksmühle". Seine Leiche wurde vor dem Altar derHorche beigesetzt. Sein Nachfolger, Stiftsprediger Fischerzu Gevelsberg, nach dem Zeugniss des Inspectors ein ebensobeliebter als begabter und rechtschaffener Prediger, starbschon im Jahre seiner Berufung 1774, und sein Sarg wurdein Crasselius' Grab versenkt. Ihm folgte 1775 TheodorHartmann, bisher Pastor zu Holpe, welcher über70 Jahre der Gemeinde erhalten werden sollte.

Blicken wir hier, am Schlüsse des achtzehnten Jahr-hunderts auf die Entwicklung der lutherischen Gemeindezurück, so war sie zwar an Seelenzahl nicht bedeutendgewachsen. Sie zählte nach einer amtlichen Zusammen-stellung vom Jahre 1791 nur 986 Seelen mit den Militär-personen, die sich zu ihr hielten, ohne dieselben 759;u nd dass ihr Zuwachs auch im Anfange des 19. Jahrhundertskein sehr starker war, ergibt sich aus einer Zählung vomJahre 1817, wonach sie innerhalb der Stadt 1069 und ausser-halb derselben 143, zusammen also 1212 Seelen zählte,während die reformirte Gemeinde in diesem Jahre 1188^d die Stadt Düsseldorf (ohne den Aussenbezirk) 14 100Seelen zählte. Aber zu der Gemeinde gehörten manchehervorragende Familien, von denen wir hier nur nennendie Kaufherren Fr. Chr. Hoffmann und Huyssen, Buch-händler Dänzer, Instrumentenmacher Eberle, Kaufmann

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