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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschickte der evangelischen Gemeinde Düsseldorfs.

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Ausserdem wissen wir nur, dass die Kirche der luthe-rischen Gemeinde, die jetzt sogenanntekleinere" Kirche,ein Kirchenhaus ohne Thurm und Glocken, am 31. August1687 eingeweiht wurde. Dieselbe wurde unter dem Schutzeder adeligen Häuser Isselstein (Madelrinis ?) und Düssel-stein (der an der Ecke der jetzigen Mittel- und Wallstrassewohnte) und zwar in dem Banne (auf dem Grundbesitz)dieser beiden zur evangelischen Kirche übergetretenenEdelleute erbaut. Das Gotteshaus durfte, wie auch dasreformirte, nicht an der öffentlichen Strasse liegen, sondernmusste in einem Hofe, welcher mit Thor und umschliessen-den Gebäuden und Mauern versehen war, gebaut werden.Schon diese Lage zeigte, dass der Protestantismus nurgeduldet war.

Die Kosten dieser Kirche wurden mit dem bereitsfrüher gesammelten Baufonds, durch Beiträge der Ge-meinde und Collecten in lutherischen Gemeinden bis nachHamburg und Holland hin bestritten. Die Aeltesten über-nahmen die Reise und wurden dazu nicht nur mit demerforderlichen Reisegelde, sondern auch mit neuen Reise-kleidern versehen. Das bisherigePredigthaus" wurdenach Einweihung der Kirche dem Prediger als Dienst-Wohnung überwiesen. Im Jahre 1690 schenkte ein Ge-meindeglied, J. W., einen Taufstein aus schwarzem Marmor,der jetzt in der Taufkapelle der Johanneskirche aufgestelltlg t. Am 18. September 1706 wendet sich die Gemeindea n den König von Dänemark um eine Beisteuer für Thurmu nd Glocken, welche letztere jedoch die Kirche noch heuteweht besitzt.

In das Jahr 1708 fällt die Berufung des bekanntenkirchlichen Liederdichters Bartholomäus Crasse-* i u s , welcher bis zum Jahr 1724 neben Stohlmann alsPfarrer der Gemeinde wirkte. Er war, wie sein Grabsteinj 0 der kleineren Kirche (rechts vom Altar) meldet, den2 L Februar 1667 zu Wernsdorf bei Glaucha in Sachsengeboren und wurde von dem Dorfe Nidden in der WetteraulQ i Jahre 1708 als Pastor der lutherischen Gemeinde hier-^elbst berufen, welches Amt er also 16 Jahre und 5 Monate«er verwaltet hat.

Die Gabe der Dichtkunst war ihm in hohem Massev erliehen; seine uns übrig gebliebenen Lieder, deren Zahlei der! gering ist, gehören zu den kernigsten und schönstenü nsers so reichen deutschen Kirchenlieder-Schatzes undVerden noch immer gesungen, u. a. die Lieder:Dir, Dir,J ehova, will sich singen",Halleluja, Lob, Preis und Ehr'",»»Heil'ger Jesu, Heü'gungsquelle" (freie deutsche Ueber-