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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschichte der katholischen Gemeinde Düsseldorfs.

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ehemaligen Carmelitessenkloster befanden sich um's Jahr1830 nur noch zwei der frühern Schwestern; da wurde durchCabinetsordre vom 1. Januar 1831 dieses Kloster den Celli-tinnen überwiesen mit der Verpflichtung, neben ihrer bis-herigen, ambulanten Krankenpflege auch im Hause selbsteine Krankenanstalt zu unterhalten, zu welchem Zweckeeine bis dahin im Carmelitessenkloster lebende Dame, Frl.Therese von Buschmann, eine bedeutende Summe vermachthatte. Die bisherige Kirche der Cellitinnen gegenüber derAndreaskirche wurde 1837 niedergerissen und an ihrer Stelledas Pfarrhaus von St. Andreas erbaut; das Kloster derCellitinnen wurde später zu Wohnungen für die Kaplänehergerichtet. Die Aufgabe, das von der Bevölkerungimmer mehr in Anspruch genommene Krankenhaus zu leiten,überstieg bald die Kräfte der Cellitinnen, und da diese vonihrer eigenen Genossenschaft keine Hülfe erhalten konnten,so kamen am 13. Juli 1852 fünf Kreuzschwestern (Töchterdes h. Kreuzes) hierher zur Stellvertretung der Cellitinnenbei dem Hospitaldienst unter gänzlicher Beibehaltung derbestehenden Rechtsverhältnisse. Schliesslich wurde ver-mittelst Cabinetsordre vom 26. September 1859die Anstaltder barmherzigen Schwestern zu Düsseldorf bei fortdauernderWirksamkeit der noch vorhandenen Cellitinnen den Schwe-stern aus der Congregation vom h. Kreuz zu Aspel beiRees in der Art überwiesen, dass diese künftig ganz an dieStelle der Cellitinnen treten."

Das Gymnasium oder ehemalige Seminarium reipu-blicae wurde auch nach 1773 von den Exjesuiten und ihrenGehülfen noch fortgeführt bis 1805. Seine heutigeVerfassung erhielt es im Jahre 1814. Der Gottesdienstder Anstalt verblieb in der Andreaskirche. Mit der Ab-haltung desselben, sowie mit der Seelsorge und demreligiösen Unterricht der Schüler wurde der Religionslehrerder Anstalt betraut. 1 )

*) Das alte Jesuitengymnasium hatte nur geistliche Lehrer,von denen jeder in seiner Klasse den Religionsunterricht ertheilte.Dasselbe war auch noch an dem grossherzoglichen Lyceum 1805bis 1813 der Fall. An dem neuen Gymnasium gab Caplan ScheinsVon 18141817 den Religionsunterricht im Nebenamte. Seit 1816bis zu seinem am 25. Dezember 1817 erfolgten Tode half ihm da-bei der Prof. Dr. Ae gid. Jak. Schallmeyer, früher an derkurkölnischen Universität Bonn tätig, dann Rektor der dortigenCentralschule und von 1805*1813 Rektor des Lyceums in Düsseldorf.Es folgten nun von Oktober 1817 bis März 1819 und von Oktober1819 bis Juni 1820 die beiden seltsamen Mystiker Martin BoosUnd Johannes Gossner. In der Zwischenzeit gab CaplanGärtner den Religionsunterricht. Von 18201835 ertheilte den-