Geschichte der katholischen Gemeinde Düsseldorfs.
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Mausoleum der Jesuitenkirche beigesetzt sind. Sein Bruderund Nachfolger Karl Philipp, 1716—1742, ist gar nichtnach Düsseldorf gekommen. In den ersten Dezennien desJahrhunderts veranstalteten mehrere der in Düsseldorf an-sässigen Orden Erweiterungen ihrer Niederlassungen oderauch Neubauten, offenbar aus dem Grunde, weil die ursprüng-lichen Anlagen sich als nicht ausreichend erwiesen. DieUrsulinerinnen erbauten 1702 ihre jetzige Kirche und 1707ein Schulgebäude. Die Kapuziner begannen 1706 den Baueines neuen Klosters an Stelle des abgebrochenen alten.In demselben Jahre fingen auch die Carmelitessen an, dasjetzige Kloster mit der Kirche zu erbauen, welche 1715vollendet wurden. Die Cellitinnen erweiterten 1736 ihreKirche, und die Franziskaner begannen 1734 den Bau derjetzt noch stehenden Kirche und des Klosters. Am 4. October1737 wurde der erste Gottesdienst in der neuen Kirche ge-halten. — Im Jahre 1708 erneuerte Johann Wilhelm denalten Ritterorden vom h. Hubertus. Das Hubertus-Hospital,ursprünglich St. Anna-Hospital, wurde 1710 in die Neustadtverlegt in ein Gebäude, welches hauptsächlich durch dieBemühungen des Jesuiten Orban errichtet worden war.Auf der Stelle, wo es gestanden, begann man 1735 den Bauder jetzigen Garnisonkirche, welche daher den Titel St. Anna-Kirche erhielt. Im Jahre 1717 beging der NachbarortKaiserswerth das Millenarium des Todestages des h. Suid-bertus; zu diesem Feste kam der Erzbischof Joseph Clemensvon Köln nach Kaiserswerth; auf der Rückreise verweiltederselbe am 5. Mai in Düsseldorf, wo er die Herzogin-Wittwe,Gemahlin des 1716 verstorbenen Kurfürsten Johann Wilhelm,besuchte und in der Hofkapelle die h. Firmung spendete.Im Jahre 1721 beging die Bürgersodalität unter grossenFeierlichkeiten ihre erste Säcularfeier, desgleichen 1736 dieJunggesellen- Sodalität.
Mit dem Tode des Kurfürsten Karl Philipp 1742 erloschdas Geschlecht der Pfalz-Neuburgischen Regenten, denendas alte Düsseldorf die Erhaltung des Katholicismus zu ver-danken hat. Ehe wir Abschied von ihnen nehmen, erübrigtnoch die Frage nach dem Verhältnisse der Angehörigen derverschiedenen Confessionen zu einander, wie es sich währenddieser Periode von 1614 bis 1742 gestaltet hat. Neben derüberwiegend katholischen Bevölkerung Düsseldorfs bestandeine kleine reformierte und eine noch kleinere lutherischeGemeinde. Dechant Voetz gibt für 1658 folgende Zahlenan: 13 848 Katholiken, 707 Reformirte, 213 Lutherische.Dass zwischen diesen Angehörigen verschiedener Confessionenin damaliger Zeit wiederholt Reibungen vorkamen, darf uns