Geschichte der katholischen Gemeinde Düsseldorfs.
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willigst unterstützt. Dieselben bildeten ja auch nur kleinereNiederlassungen, welche der Bevölkerung nicht besondersbeschwerlich fielen, im Gegentheil, wie die der Cellitinnen,BOgar einen unmittelbaren, äussern Nutzen brachten. Auchwaren ihre Wirkungskreise verschieden, indem die letzt-genannten dem praktischen, die beiden andern dem beschau-lichen Leben sich widmeten, sodass sie gegenseitig einandernicht beeinträchtigen konnten. Anders aber lagen die Dinge,als 1650 auch die Franziskaner in Köln sich an-schickten, ein Kloster in Düsseldorf zu gründen. War schon,wie oben bemerkt, gegen die an dritter Stelle gekommenenJesuiten nicht blos von Seiten der Protestanten, sondernsogar von den Kreuzherren Einspruch erhoben worden, somusste man jetzt, wo der vierte Männerorden sich in Dussel-dorf niederlassen wollte, um so eher auf den Gedankenkommen, dies möchte doch wohl des Guten etwas zu vielsein. Auch Wolfgang Wilhelm theilte die Bedenken, welchegegen die Errichtung eines vierten Männerklosters erhobenwurden; allein bei seiner frommen Gemüthsart konnte eres nicht über sich gewinnen, dem Pater Bolender, der ihnum die Erlaubniss zum Klosterbau anging, eine abschlagigeAntwort zu geben. Er ertheilte, wenngleich zögernd, dielandesherrliche Genehmigung am 9. Januar 1651 und kauftesogar den Franziskanern ein Haus in der Citadelle. Erz-bischof Max Heinrich gab am 18. December 1651 die kirch-liche Erlaubniss 1 ), und es Hessen sich nun vier Patres undzwei Laienbrüder in Düsseldorf nieder. Sie fanden aber inder ersten Zeit fast gar keinen Anklang und in Folge dessenauch keine Unterstützung bei der Bevölkerung, was fürdie ausschliesslich auf Collecten angewiesenen Franziskanereine sehr missliche Sache war. Indessen Hessen sie sich dochnicht entmuthigen; sobald die häuslichen Einrichtungensoweit gediehen waren, begannen sie in ihrer Kapelle Gottes-dienst zu halten, nämlich täglich feierliche Conventualmesseund Nachmittags Vesper und Complet; an Sonn- und Feier-tagen war Morgens Predigt und Katechese; besonders diePredigten der Franziskaner erzielten einen gewaltigen Zu-lauf, sodass sie nicht selten im Freien gehalten werdenmussten. Im Jahre 1652 vermachte eine Frau Anna vonBinsfeld ein Kapital zum Kloster- und Kirchenbau; am9. Mai 1655 wurde durch den Herzog Philipp Wilhelm derGrundstein gelegt; im Jahre 1659 konnte das Kloster be-zogen werden, und 1663 war auch die Kirche vollendet.Am 4. August 1669 wurde in der Franziskanerkirche die
!) Urkunde bei Bayerle S. 255.