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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschichte der katholischen Gemeinde Düsseldorfs.

Bruderschaft von der unbefleckten Empfängniss und am28. December 1683 die vom h. Antonius von Padua errichtet,in welche sich der Herzog, die Herzogin und viele Anderesofort einschreiben Hessen. Durch Ausdauer und anhaltendeThätigkeit war es den Franziskanern gelungen, unter schwie-rigen Verhältnissen in Düsseldorf festen Fuss zu fassen undeine fruchtbringende Wirksamkeit zu eröffnen.

Im letzten Viertel des Jahrhunderts endlich kamenauch noch die Ursulinerinnen nach Düsseldorf, welchesich der Erziehung der weiblichen Jugend widmen. Schonseit 1677 wohnten einige Schwestern in einem Privathausein der Nähe des Carmelitessenklosters; 1684 erhielten sievom Herzog einen Bauplatz und bezogen bereits 1686 dasneu erbaute Kloster.

So hatte denn Ein Jahrhundert der Stadt Düsseldorf,welche bis dahin nur die Kreuzherren in ihren Mauern beher-bergte, sieben neue religiöse Genossenschaften gebracht:die Jesuiten, Kapuziner, Franziskaner, Coelestinerinnen,Carmelitessen, Cellitinnen und Ursulinerinnen. Nach einemBericht des Dechanten Arn. Bern. Voetz vom Jahre 1658zählte Düsseldorf damals 14 768 Einwohner, darunter 13 848Katholiken und 920 Andersgläubige. Die Anhäufung derreligiösen Orden in einer verhältnissmässig nicht so sehrgrossen Stadt findet ihre Erklärung in den Zeitverhältnissen.In Folge der Ausbreitung des Protestantismus waren nämlichdie Klöster an sehr vielen Orten eingegangen; die Insassenderselben zogen sich in ihre betreffenden Haupt- oder Mutter-klöster zurück, und von dort aus suchte man dann, um dereingetretenen Uebervölkerung abzuhelfen, die katholischgebliebenen Landestheile zur Anlage neuer Niederlassungenauf. Daher kommt es, dass wir nach der Kirchenspaltungin den katholischen Gebieten die Klöster in grösserer Anzahlals früher antreffen.

Für Düsseldorf hatte die Errichtung und Wirksamkeitdieser klösterlichen Genossenschaften den Erfolg, dass derKatholicismus seiner Bewohner, welcher während des sechs-zehnten Jahrhunderts, wie wir gesehen haben, nicht nurin seinem äussern Bestände, sondern mehr noch in seineminnern Wesen gefährdet war, jetzt wieder alles fremdenBeiwerks entkleidet und mit neuer Lebenskraft erfüllt wurde.Beweis dessen ist schon der in den oben erwähnten Kloster-bauten sich kundgebende, religiöse Opfergeist der Bevöl-kerung ; denn wenn auch die Freigebigkeit der Landesfürsteneinen grossen Theil der Kosten deckte, so unterhegt es doch