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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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86 Geschichte der katholischen Gemeinde Düsseldorfs.

1691. Darauf legten sie 1696 den Grundstein zur Kirche,welche 1701 in Gebrauch genommen wurde. Aus ganzkleinen Anfängen erwuchs das heute noch als Ordenshausdastehende, wenngleich von seinen ehemaligen Insassennicht mehr bewohnte Carmelitessenkloster. ImJahre 1639 erhielt die Priorin der Carmelitessen zu Kölnvon Herzog Wolfgang Wilhelm und vom städtischen Magistratdie Erlaubniss, eine Niederlassung in Düsseldorf zu gründen.Zu diesem Zwecke schickte sie vorerst ein Fräulein AnnaMaria von Knippenburg, welche dem Orden sehr zugethanwar und später selbst eintrat, nach Düsseldorf, um die erstenVorbereitungen zu treffen. Erst 1642 gelang es dieser, einkleines Häuschen zu erwerben, welches sich auf dem freienPlatze befand, der durch die Katastrophe von 1634 zwischendem Rhein und der Stiftskirche entstanden war. Hier wurde1643 der erste Carmelitessenconvent, bestehend aus vierSchwestern, gegründet. Dieselben erwarben sodann einenPlatz neben jenem Häuschen und begannen hier 1644 denBau eines bescheidenen Klösterchens, welches 1646 voll-endet wurde. Hierbei waren sie sowohl durch den Herzog,als auch durch den Bürgermeister Pipers thatkräftig unter-stützt worden. Ersterer schenkte ihnen den Platz, auf welchemjetzt die Kirche steht. Sie verbanden denselben einstweilendurch Mauern mit ihrem Wohngebäude und benutzten ihnals Garten. Das neue Klösterchen, dessen Insassen einenrein beschaulichen und strengen Lebenswandel führten,erregte Bewunderung und Theilnahme besonders in denKreisen der vornehmen Damen am Hofe und in der Stadt,von denen mehrere der Genossenschaft beitraten. Einehervorragende Beschützerin der Carmeütessen war diePrinzessin Eleonore Magdalena Theresia, Tochter des HerzogsPhilipp Wilhelm und später Gemahlin des Kaisers Leopold.Bis zum Jahre 1670 hatten die Schwestern, unterstütztvon ihren Wohlthätern, durch den Ankauf dreier Häusernach der Altestadt hin den Platz gewonnen, auf welchemsie im folgenden Jahrhundert den grössern Klosterbaubegannen. Im Jahre 1649, als Düsseldorf wieder von derPest heimgesucht war, kamen sechs Cellitinnen,Krankenschwestern von der Regel des h. Augustinus, vonKöln und bezogen vorderhand eine provisorische und räum-lich beschränkte Wohnung. Durch Collecten, welche sieim Lande abhielten, sammelten die sonst armen Schwesterndie Mittel zu einem bescheidenen Klosterbau auf der Huns-rückenstrasse, der aber erst im Jahre 1699 fertig gestelltwurde. Ihre Kirche war der h. Elisabeth gewidmet.

Die bis jetzt erwähnten weiblichen Genossenschaftenhatte man in Düsseldorf gerne aufgenommen und bereit-

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