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Geschichte der katholischen Gemeinde Düsseldorfs.
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an gerieth Wilhelm III. durch den Conflikt mit Karl V.wegen Gelderns in eine für seine kirchliche Haltung gefähr-liche Lage. Er wandte sich 1540 an den Convent der pro-testantischen Fürsten in Frankfurt a. M., um durch ihreVerwendung beim Kaiser sich im Besitze Gelderns zu be-haupten. Abgesehen von diesem Schritte hat die RegierungWilhelms III. nach Aussen hin stets den katholischen Cha-rakter bewahrt. Im folgenden Jahre schon finden wir denNamen des Herzogs unter dem Antwortschreiben der katho-lischen Fürsten auf eine kaiserliche Anfrage in Betreff derReligionsangelegenheiten. Es heisst darin, die vielen Irr-lehren, Spaltungen und Missbräuche, welche eingeschlichenseien, machten die baldige Berufung eines allgemeinenConcils nothwendig. Bis dahin dürfe aber Niemand eigen-mächtig in der Religion, ihren Ceremonien und Riten eineAenderung vornehmen. Der Vertrag zu Venlo 1543, durchwelchen der Geldern'sche Krieg beendigt wurde, legte demHerzog in Art. 1 die Verpflichtung auf, „seine Er blandeund deren Bewohner im rechten Glauben und in der Religionder allgemeinen Kirche zu erhalten, keine Neuerungen vor-zunehmen oder zu gestatten und etwa schon eingedrungenezu beseitigen." 1 ) Zur grösseren Sicherstellung dieser Ver-tragsbestimmung sollte die Ehe dienen, welche 1546 zwischenWilhelm III. und Maria von Oesterreich, der Tochter Ferdi-nands I., geschlossen wurde. In der Sache des Hermannvon Wied, in den Truchsess'sehen Streitigkeiten, sowie inden Aachener Wirren hat die Regierung Wilhelms III.immer den katholischen Standpunkt eingenommen. Dieserofficiellen Haltung des Herzogs und seiner Regierung ent-sprach aber keineswegs die Entwicklung der Dinge im Landeselbst; nicht als ob der Herzog Willens gewesen wäre, denProtestantismus einzuführen oder dessen Einführung förm-lich zu gestatten; im Gegentheil, 1548 Hess er den in Weseleingerichteten, protestantischen Cult unterdrücken undstellte den katholischen Gottesdienst wieder her. Ausser-dem bewies er auch noch durch andere Handlungen, die,weil der politischen Bedeutung entbehrend, auch nichtdurch politische Rücksichten bestimmt sein konnten, dasser persönlich ein katholischer Fürst sein wollte. So beriefer 1565 zur Einsegnung des von ihm ausserhalb der Stadtangelegten, neuen Kirchhofs den Weihbischof Johann Kritiusvon Münster, welcher bei dieser Gelegenheit in Düsseldorffirmte. Desgleichen liess er 1568 den Leib der sei. Christinavon Stommeln in feierlicher Weise von Nideggen nach Jülichtransferiren. Nichtsdestoweniger bleibt es aber doch wahr,
x ) Bros. Annal. III, 60.