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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschichte der katholischen Gemeinde Düsseldorfs.

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in Altenberg beigesetzt worden. Um nun dieser seiner Kircheeinen noch grösseren Glanz zu verleihen, sammelte der Herzogfür dieselbe auf Grund einer von Bonifaz IX. ertheiltenVollmacht möglichst viele und kostbare Reliquien. Sowurde 1383 am 28. September der Leib des h. Apollinarisvon Remagen nach Düsseldorf in die Stiftskirche gebracht;dieser Heilige, wie Einige meinen, ein Schüler des Apostel-fürsten Petrus, wird seitdem als Patron der Stadt Düssel-dorf verehrt und das Andenken an die Uebertragung seinerReliquien durch das Fest Translatio reliquiarum an demgenannten Tage gefeiert. Seit 1392 zieht auch schon dieApollinarisprozession jährlich denselben Weg durch dieStrassen des alten Düsseldorf. In demselben Jahre 1392kamen die Reliquien des h. Willeikus, eines Genossen desh. Suidbertus, von Kaiserswerth nach Düsseldorf; 1393wurde das Haupt der h. Lucia von dem Convent zu Alten-berg für die Stiftskirche erworben. Dazu kamen noch indemselben Jahre eine Partikel vom h. Kreuz und Reliquiendes h. Laurentius aus Gross-St. Martin in Köln. 1 ) Bei diesenBemühungen um den Erwerb kostbarer Heiligthümer wurdeHerzog Wilhelm geleitet durch den Geist seiner Zeit, welcherdie Verehrung der Reliquien und die Wallfahrten ohneZweifel als einen Nachklang der Kreuzzüge in dem religiösenLeben besonders hervortreten Hess. Demgemäss war esnicht nur in religiöser, sondern selbst in materieller Hinsichtfür einen Ort von der grössten Bedeutung, hervorragendeHeiligthümer zu besitzen. So tritt nun auch Düsseldorf,welches bis dahin schon wegen seiner Liebfrauenkapellejährlich von Pilgerschaaren aufgesucht wurde, seit demEnde des vierzehnten Jahrhunderts in die Reihe der grossen,rheinischen Wallfahrtsorte, in denen alle sieben Jahre einebesonders feierliche Zeigung der Reliquien stattfand. 2 ) Hierzu

1 ) S. Bros. Annal. II, 36, 37 und die Urkunde bezüglich derUebertragung des h. Willeikus bei Bayerle S. 241.

2 ) Den Beweis hierfür hat Krebs, Zur Geschichte der Heilig-thumsfahrten, Köln 1881, S. 31 ff. erbracht. Derselbe stützt sich aufa) die Limburger Chronik im Stadtarohiv zu Köln zum Jahre 1394:».Indulgentz zu Düsseldorff Bergischen Landes. Indulgentz in masseneiner Romerfart ginge ahn in obgx. Jare zu Düsseldorff, dass daliget in dem Niderlande und ist des Hertzogen von Berge und wassdass aus gnade Bonifacii noni Bapstes zu Eome und wart in der-selbigen zeyt da selbst gestifft ein Canonicat von Neuen und dasswass von dem grossen zulauffe, der dahin wass." Das WortRomer-fart" im Texte bedeutet hier überhaupt eine Wallfahrt. b) Re-gistrum sive processus reliquiarum ecclesiae collegiatae gloriosaeßemper benedietae Dei genitricis et virginis Mariae in Duysseldorpcontinens potiores historiarum particulas in die divi Jacobi cumpromulgantur ad honorem sanetorum populo praedicabiles. Es istdies ein Pergamentcodex aus 1511 im Archiv von St. Lambertus in