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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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"30 Politische Geschichte Düsseldorfs.

von Geldern empörten sich jedoch gegen Max und wähltenKarl von Egmond, einen Nachkommen Arnolds, zum Herzoge.Gegen diesen verbündeten sich die Herzöge von Jülich-Bergund von Cleve mit Max, der unterdessen den Kaiserthronbestiegen hatte; es gelang zwar nicht, Karl zu vertreiben,wohl aber seine Angriffe zurückzuweisen.

In Cleve regierten damals die Nachkommen jenes Eber-hard von Berg, der bei der Brudertheilung 1160 die umAltena gelegenen Besitzungen der Familie erhalten hatte.Es war Eberhard und seinen Nachfolgern gelungen, ihr Erbeim Laufe des 13. Jahrhunderts ansehnlich zu vergrössernund daraus die Grafschaft Mark zu bilden. Ausserdemtraten sie in verwandtschaftliche Verbindungen mit denbenachbarten Grafen von Cleve, die ihren Stammbaumbekanntlich auf den Schwanenritter Elias Grail zurück-führten. Als nun 1368 der letzte männliche Sprosse diesesGeschlechtes, Graf Johann, kinderlos starb, folgte ihm inCleve sein Neffe Adolf von der Mark. Dessen gleichnamigerSohn vereinigte im Jahre 1398 beide Gebiete und setztees 1417 durch, dass Kaiser Sigismund Cleve zum Herzogthumerhob. Herzog Adolfs Enkel, Johann II., der seit 1481regierte, hatte mit Wilhelm von Jülich-Berg das oben-erwähnte Bündniss gegen Geldern geschlossen. Das gemein-same politische Interesse rief den Gedanken an eine Familien-verbindung wach. Wilhelm hatte ausser einer TochterMaria keine Kinder; diese Tochter musste also Jülich undBerg erben und ihrem Gemahl zubringen. Sie wurde daher,obwohl erst fünf Jahre alt, am 25. November 1496 mitJohannes ältestem auch erst sechsjährigen SohneJohann verlobt und zugleich bestimmt, dass Jülich, Bergund Ravensberg nach dem Tode der beiden regierendenHerzöge mit Cleve und Mark unter einem Fürsten vereinigtwerden sollten. Diese Uebereinkunft widersprach aller-dings den Ansprüchen des Herzogs Albrecht von Sachsen,der im Jahre 1483 von Kaiser Friedrich III. die Anwart-schaft auf Jülich und Berg erhalten hatte; Wilhelm und-Johann setzten es jedoch durch, dass Kaiser Maximilian1509 diese Verfügung seines Vaters zurücknahm und jeneEheberedung bestätigte. Im folgenden Jahre wurde dieHochzeit gefeiert, und als Wilhelm im September 1511starb, folgten Johann und Maria ihm zunächst in Jülich-Berg. Zehn Jahre später, am 15. Mai 1521, starb auch deralte Herzog von Cleve, und als darauf Maximilians Nach-folger, Kaiser Karl V., am 22. Juni desselben Jahres denjungen Johann als Herzog zu Jülich, Cleve und Berg, Grafenzu der Mark und zu Ravensberg anerkannt hatte, waren<die niederrheinischen Territorien unter dem Scepter des

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