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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Politische Geschichte Düsseldorfs.

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mit Jülich vereinigt; jetzt aber, nach dem Aussterbendes Jülicher Mannsstammes, erkannten die Stände vonGeldern einen anderen Prätendenten, Arnold von Egmont,als Herzog an. Dieser behauptete sich im Besitze, obwohlKaiser Sigismund die Ansprüche Adolfs unterstützte. DerStreit war noch nicht entschieden, als Adolf am 14. Juli1437 starb.

Sein Neffe Gerhard, der ihm in der Regierung folgte,hatte zunächst vollauf damit zu thun, die von Adolf gemach-ten Schulden abzutragen; er musste sich daher anfangsjeder Unternehmung auf Geldern enthalten. Dabei fander jedoch Mittel, im Jahre 1443 in Düsseldorf ein Kreuz-brüder-Kloster zu stiften. Trotz seiner Friedfertigkeit wurdeer 1444 von Herzog Arnold von Geldern unvermuthet an-gegriffen, schlug den Feind aber entscheidend am Hubertus-tage (3. November) bei Linnich; zum Andenken diesesSieges stiftete er den noch heute in Bayern bestehendenHubertusorden. Die Thatkraft, die Gerhard hier bewiesenhatte, zeigte er später nicht mehr; wenigstens liess er sich,da seine Ehe mit Sophie von Sachsen anfangs kinderlos zubleiben schien, im Jahre 1451 bewegen, das HerzogthumBerg testamentarisch dem Erzstift Köln zu schenken. Derenergische Erzbischof Dietrich von Köln hoffte dadurchden Schaden, den er in seinem unglücklichen Kriege gegendie Stadt Soest erlitten hatte, wieder zu ersetzen. Die Ver-schreibung wurde jedoch hinfällig, als Sophie einige Jahrespäter einen Sohn und dann noch mehrere Kinder gebar.Dietrichs Nachfolger Ruprecht verzichtete 1469 engdültigauf die Ansprüche an Berg. Damals führte bereits Sophieallein die Regierung des Landes, da Gerhard seit 1460 geistes-krank war. Als Sophie 1473 starb, übernahm der ältesteSohn Wilhelm die Regentschaft; durch den Tod des Vaterswurde er 1475 wirklicher Herzog. Wilhelm hatte bereits1474 seine Ansprüche auf Geldern dem mächtigen Herzogvon Burgund, Karl dem Kühnen, abtreten müssen. Umdiese Zeit war Erzbischof Ruprecht von seinem Domcapitelabgesetzt und an seiner Stelle Hermann von Hessen er-wählt worden; als nun Karl der Kühne für Ruprecht Parteiergriff, 1475 in das Erzstift eindrang und Neuss belagerte,zog der Kaiser Friedrich III. mit einem Reichsheere derStadt zu Hülfe und bewog Karl zum Abmarsch. HerzogWilhelm konnte sich an dem Kriege nicht activ betheiligen,da Jülich von den Burgundern, Berg aber von den Truppendes Kaisers besetzt war. Karl der Kühne fiel zwei Jahrespäter bei Nancy; seine einzige Tochter Maria heirathetedes Kaisers Sohn Maximilian und brachte diesem die Nieder-lande, darunter auch Geldern, als Mitgift zu. Die Stände