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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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28 Politische Geschichte Düsseldorfs.

zum Schutze dieses Papstes geschlossenen Bunde bei. Wahr-scheinlich hat Wilhelm von Berg dasselbe gethan; dennbald darauf, am 24. Mai 1380, erhob König Wenzel ihn zumHerzoge und die Grafschaft Berg zum Herzogthum.

Wilhelm scheint eine besondere Vorliebe für Düsseldorfgehegt zu haben, denn er war eifrig bemüht, das Aufblühender Stadt zu befördern. Er baute das Schloss am Rhein,vergrösserte die alte Kirche durch Gründung neuer Canoni-cate, zog die Ortschaften Golzheim, Derendorf, Buk undHamm in den Stadtverband und erweiterte die Stadtmauerbis zum südlichen Düsselarme. Ausserdem errichtete er inDüsseldorf eine Münzstätte und erwarb endlich auf dieDauer das Recht, hier von allen vorbeifahrenden Schiffeneinen Zoll erheben zu dürfen.

Des Herzogs Lebensende war wenig glücklich. In einerFehde gegen den Grafen von Cleve wurde er am 7. Juni 1397bei Cleverhamm geschlagen und mit dem grössten Theileseines Heeres gefangen. Auf die Nachricht davon bemäch-tigten sich seine Söhne des Schlosses zu Düsseldorf undHessen sich als Landesherrn huldigen. Als Wilhelm, gegenschweres Lösegeld aus der Gefangenschaft entlassen, zurück-kehrte, musste er ihnen einige Gebiete zu selbständigerVerwaltung überlassen. Anderseits war er genöthigt, zurZahlung seines Lösegeldes grosse Anleihen aufzunehmen;dies erbitterte die Söhne von neuem, und der älteste vonihnen, Adolf, Hess 1403 den alten Vater zu Monheim gefangennehmen. Zwar erlangte der Herzog durch die Hülfe einesDieners seine Freiheit wieder und fand bei seinen VerwandtenUnterstützung; aber vor offenem Kampfe scheute er zurück,schloss vielmehr 1405 einen Vertrag mit Adolf, worin erletzterem den grössten Theil des Landes überliess, für sichnur Düsseldorf und einige Aemter behaltend. Als ein ge-brochener Mann starb er hier am 25. Juni 1408.

Die Regierung seines Nachfolgers Adolf ist hauptsäch-lich durch zweierlei bemerkenswerth. Um sich seinem Vatergegenüber auf das Land stützen zu können, ertheilte Adolfsowohl der Ritterschaft wie den Städten ausgedehnte Vor-rechte: so bewilligte er der Stadt Düsseldorf die Accise, dasBraugerechtsam und die Fischerei in den Stadtgräben.Ferner aber erfolgte unter ihm die politische Vereinigungdes Herzogthums Jülich mit Berg, die von da an bis 1801bestanden hat. Herzog Reinald von Jülich starb 1423, undAdolf erbte sein Land, nachdem er sich mit einem anderenVerwandten, Johann von Heinsberg, gütlich auseinander-gesetzt hatte. Dagegen gelang es Adolf nicht, auch dasHerzogthum Geldern zu gewinnen. Dieses war seit 1373