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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Politische Geschichte Düsseldorfs.

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gegründet. Es wäre zum Aufblühen der Stadt sehr förder-lich gewesen, hier eine Zollstätte, an welcher alle vorbei-fahrenden Schiffe anlegen mussten, zu errichten. Dies konnteAdolf jedoch mit Rücksicht auf die verbündete Stadt Kölnnicht wagen, sondern musste es seinen Nachkommen über-lassen.

Acht Jahre später, am 28. September 1296, starb Adolf.Die in Chroniken des 15. Jahrhunderts sich findende Er-zählung, er sei von Erzbischof Siegfried hinterlistiger Weisegefangen und in raffinirter Art zu Tode gemartert worden,ist mit den urkundlichen Zeugnissen über seine Regenten-thätigkeit nicht in Einklang zu bringen und muss als Sagebetrachtet werden. Adolfs Bruder und Nachfolger Wilhelmsetzte es 1306 durch, dass die Stiftung des Canonichen-Collegiums an der Düsseldorfer Kirche von dem ErzbischofHeinrich von Köln bestätigt wurde, was bis dahin nichtgeschehen war. Wilhelms Nachfolger, Adolf VI., erhieltzwar 1324 von König Ludwig dem Baiern die Erlaubniss,den bisher bei Duisburg erhobenen Rheinzoll nach Düssel-dorf verlegen zu dürfen; doch wurde dies später wiederrückgängig gemacht.

Mit dem Tode des kinderlosen Adolf VI. erlosch 1348das limburgische Haus. Adolfs Schwester Margarethe,Gräfin von Ravensberg, hatte eine gleichnamige Tochter,die mit Gerhard, dem älteren Sohne des Markgrafen (späterenHerzogs) Wilhelm I. von Jülich vermählt war. Gerharderbte dadurch zuerst die Grafschaft Ravensberg, dann nachAdolfs Tode auch Berg. Es schien, als solle Berg schon jetztmit Jülich vereinigt werden. Allein Gerhard, der auch dieHerrschaft Hardenberg erworben hatte, fiel noch bei Leb-zeiten seines Vaters 1360 in einer Fehde. Das HerzothumJülich kam daher an seinen jüngeren Bruder Wilhelm,während Gerhards Sohn, gleichfalls Wilhelm genannt, Bergund Ravensberg erbte.

Dem jungen Wilhelm gelang es 1362, sein Land durchdie Erwerbung der Herrschaften Blankenberg und Löwen-berg (am Fusse des Siebengebirges) zu vergrössern. ImJahre 1371 unterstützte er seinen Oheim Wilhelm von Jülichund den Grafen Reinald von Geldern in einer Fehde gegenden Herzog von Brabant; die Brabanter wurden bei Baes-weiler am 22. August entscheidend geschlagen. KaiserKarl IV. vermittelte einen für Jülich günstigen Frieden.Das Haus Jülich schloss sich nun eng an den Kaiser an.Als 1378 das bekannte kirchliche Schisma ausbrach undKarls Nachfolger, König Wenzel, sich für den in Rom resi-direnden Papst entschied, trat der Herzog von Jülich dem