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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Politische Geschichte Düsseldorfs.

Engelbert unterstellt wurde, oder ob Konrad, der meistauf seinen Stammgütern am Neckar weilte, sich erstspäter der entlegenen und schwer zu verwaltenden nieder-rheinischen Gebiete entäusserte, können wir nicht fest-stellen; jedenfalls erscheinen die Grafen von Berg umdas Jahr 1180 als Herren des ganzen Gebietes südüchvon der Ruhr.

Düsseldorf, ein kleiner Ort, dessen Name zum erstenMale in einer Urkunde vom Jahre 1159 genannt wird,gehörte in jener Zeit dem Edelherrn Arnold von Teveren.Dieser scheint keine Kinder gehabt zu haben; denn umdas Jahr 1189 kaufte Graf Engelbert ihm seine sämmt-lichen rechtsrheinischen Besitzungen, darunter Düsseldorf,ab. Gleichfalls durch Kauf erwarb Engelbert die vondem Erzstift Köln lehnsabhängigen Ortschaften Hildenund Elberfeld.

Als treuer Kampfgenosse des Kaisers Friedrich I.starb Engelbert 1189 auf dem Kreuzzuge. Sein ältesterSohn und Nachfolger, Adolf III., fiel 1218, ebenfalls aufeinem Kreuzzuge, vor Damiette in Aegypten. Er hinter-liess nur eine Tochter Irmgard, welche mit Heinrich,einem jüngeren Sohne des Herzogs von Limburg, vermähltwar. Zunächst übernahm Adolfs jüngerer Bruder Engel-bert, Erzbischof von Köln, die Verwaltung der GrafschaftBerg und vereinigte letztere dadurch für einige Zeit mitdem Erzstifte. Engelbert war ein energischer, hoch-strebender Kirchenfürst, engverbunden mit dem jungenKönige Friedrich II. Als dieser 1220 zur Kaiserkrönungnach Italien zog, ernannte er Engelbert zum Reichsver-weser. Aber die Strenge, mit welcher Engelbert dieInteressen seiner Kirche vertrat, machte ihm viele Feinde,und im Jahre 1225 fiel er durch Mörderhand. Es wareiner seiner Neffen aus der altenaischen Linie, FriedrichGraf von Isenburg, der das Attentat leitete; er musstedafür auf dem Rade sterben; doch auch die beiden Bischöfevon Osnabrück und Münster, Friedrichs Brüder, erschienender Theilnahme verdächtig und verloren ihr Amt.

Mit Engelbert erlosch die rheinische Linie des HausesBerg und ihre Besitzungen gingen auf die Tochter Adolfs III.und deren Gemahl Heinrich von Limburg über. Erst unterdiesem neuen Geschlechte wurde der rothe Löwe im silbernenFelde das Wappenschild der Grafschaft; die alten Grafenhatten zwei gezahnte Querbalken im Schilde geführt. Heinrichvon Limburg und seine männlichen Nachkommen habenetwas über ein Jahrhundert lang das bergische Land be-herrscht. Heinrichs Sohn Adolf IV. schloss sich der Fürsten-