Politische Geschichte Düsseldorfs.
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genannt wird. Da er die Verwaltung hier nicht selberführen konnte, so hatte er sie, wie aus einer Urkundevom Jahre 1148 hervorgeht, an Hermann von Hardenbergübertragen.
Die drei anderen obengenannten Gaue waren damalsbereits, wahrscheinlich seit 1095, den Pfalzgrafen entzogenund standen unter besonderen Herren. Im Deutzer Gauwaltete schon die Familie, deren Nachkommen späteralle diese Gebiete beherrschen sollten: die Edlen von Berg,so genannt nach ihrer Burg bei Odenthal. Ahnherr desGeschlechtes ist wohl Hermann, der seit dem Jahre 1003Schirmvogt der Abtei Deutz war und, wie es scheint,dasselbe Amt bei der Abtei Werden bekleidete. Einerseiner Nachkommen, Adolf, führt als Vogt von Werden1068 zum ersten Male den Familiennamen „vom Berge".Im Jahre 1101 erscheint ein Adolf von Berg, wohl derSohn des vorigen, zum ersten Male als Graf. In jenerEpoche wurden vielfach die alten Gauverbände aufgelöstund die Verwaltung der einzelnen Theile verschiedenenFamilien übertragen, welche nun alle den Grafentitelführten. Die so entstandenen neuen Grafschaften erhieltenihren Namen von dem Stammsitze des regierenden Ge-schlechts. So erscheinen im Deutzer Gau neben den Grafenvon Berg damals auch Grafen von Hückeswagen, derenGebiet später mit Berg wieder vereinigt worden ist.
Graf Adolf und sein Bruder Eberhard gründeten imJahre 1139 auf ihrem Stammsitze ein Cistercienserkloster,die spätere Abtei Altenberg; sie selbst erbauten sich einneues Schloss, Burg an der Wupper. Adolfs Sohn Adolf II.sah sich um das Jahr 1160 veranlasst, die bedeutendenBesitzungen seiner Familie unter seine zwei Söhne zutheilen. Der ältere, Eberhard, bekam die um Altena ge-legenen Güter, aus denen später die Grafschaft Markhervorging; der jüngere, Engelbert, behielt die rheinischenGebiete.
Engelbert ist als der eigentliche Begründer der Graf-schaft Berg zu betrachten, da es ihm gelang, den Kelda-gau an sein Haus zu bringen. Pfalzgraf Hermann vonStahleck hatte, einem strengen Verbot Kaiser Friedrichs I.zum Trotze, die Waffen gegen Erzbischof Arnold vonMainz ergriffen; er wurde dafür 1155 so hart bestraft,dass er seine Würden niederlegte und in ein Kloster trat,auch bald darauf starb. Da er keine Kinder hatte, erhieltKonrad, der Stiefbruder des Kaisers, die erledigte Pfalz-grafschaft. Ob nun gleich bei dieser Gelegenheit derehemalige Keldagau davon abgetrennt und dem Grafen