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Aelteate Geschichte Düsseldorfs.
Rheine geschlagen, und. der römische Feldherr Quintinussetzte zu ihrer Verfolgung bei Neuss über den Strom.Er durchzog auf einer der dortigen Strassen, vielleichtauf derjenigen, die von Volmers wer th her durch dasbergische Land führt und an welcher das oben erwähnterömische Waffenstück mit Inschrift gefunden wurde, 1 )unsere Gegend, Hess sich aber von den Franken vomWege ab in Wälder und Sümpfe verlocken, wobei dasganze römische Heer, mit Ausnahme Weniger, aufgeriebenwurde. 2 ) Dies ist die letzte geschichtliche Nachricht,welche wir aus dem Alterthum über unsere Landschaftbesitzen.
Nach dem Untergange der Römerherrschaft am unterenRheine, gegen die Mitte des 5. Jahrhunderts n. Chr., ge-hörten die Bewohner unserer Gegend zu den ripuarischenFranken, welche unter eigenen Königen auf beiden Uferndes Rheines wohnten. Unter dem salfränkischen KönigChlodowech (481—511) wurde das Land mit dem neuenFrankenreiche vereinigt. Von dem Christenthum findenwir unter Chlodowech's Nachfolgern, den Merowingern,nur wenig sichere Spuren in unserem Lande: erst als umdas Jahr 690 die christlichen Missionäre aus Englandherüber kamen, unter ihnen der h. Suitbert, wurde vondiesem (i. J. 693) bei den benachbarten Boruktuarierneine christliche Gemeinde gegründet, die aber in Folgeeines unglücklichen Krieges mit den Sachsen wieder zer-streut wurde. Der h. Suitbert erhielt darauf von demMajordomus Pipin die damalige Rheininsel Kaiserswerthzum Wohnsitz angewiesen; hier gründete derselbe einKloster, von wo aus das Christenthum mit Erfolg weiterverbreitet wurde, und man kann annehmen, dass unterKarl d. Gr., zu Anfang des 9. Jahrhunderts, die Christi-nisirung des Landes vollendet war.
Während der heidnischen Zeit, unter der wirrenHerrschaft der Merowinger, waren die Kulturzuständeunseres Landes nicht viel weiter fortgeschritten, als inder fränkischen Zeit vor der Völkerwanderung, zumalbei den vom Ende des 6. bis zu Anfang des 8. Jahr-hunderts sich stets wiederholenden Einfällen der Sachsen,die jede ruhige Entwickelung unmöglich machten. Eswerden daher die bereits im Alterthum errichteten Wehr-
x ) Diese Strasse ist in der Karte des 5. Heftes der alten Heer-und Handelswege etc. nur bis südlich von Unna gezeichnet; dieselbeist nunmehr bis zu ihrem Ende verfolgt worden, und läuft von derFr.-Wilh.-Höhe weiter über Fröhmern, südlich von Ostbüren durchden Schelkwald, und mündet kurz vor Werl, bei Büdericb, in dengrossen Hellweg.
2 ) Sulpitius Alexander ap. Gregor. Turon. hist. Franc. II, 9.