54-0 Allgemeines.
Die zeichnerische Ausstattung der Damenexlibrisbesteht aus Stamm- und Ehewappen, Innenräumen, Land-schaften, Lieblingsblumen, -Beschäftigungen, -Büchern,Noten, Stickereien etc.
i6- Musik- und Landschafts-Exlibris,
Auch über diese Arten Hessen sieh Nondcrabhand-lungen schreiben; hier sei jedoch nur folgendes bemerkt:
Zu den Musik-Exlibris zählt man diejenigen Blätter,die als Hauptgegenstand oder in der Ornamentierungmusikalische Instrumente, wie Klaviere, Harfen, Leyern,Flöten,Geigen,Trommeln,Trompeten,Zithern,( docken etc.,oder Noten enthalten; die Zahl solcher Musikexlibris inDeutschland-Oesterreich beträgt c. 220; vom 16. Jahr-hundert c. 6, vom 17. e. (>, vom 18. c. 27; der Restvon c. 170 entstammt der Neuzeit.
In diesen Zahlen sind natürlich die vielen Kxlibrisnicht mitgerechnet, die in ihren Wappen Musikinstru-mente enthalten; da diese nur Bestandteile des Wappens,sog. Wappenbilder sind und nicht zur Ausschmückungder Exlibriszeichnung selbst dienen, so fallen sie nichtunter die Rubrik »Musikexlibris«.
Auch die Musikexlibris sind bereits in einer Mono-graphie behandelt; |. F. / 'tvwA'r-Amsterdam gab [897ein Heft mit 40 Abbildungen von Musikexlibris heraus.Seine Spezialsammlung von solchen beträgt — hier In-strumente /«Wappen /««gerechnet 1150, davon 186deutsche, 658 englische.
Das merkwürdigste Musikexlibris — wohl auch dasälteste ist jedenfalls das oben unter II. 12. genannte
Universal-Exlibris von c. 1567, dessen Randleiste 20verschiedene Musikinstrumente jener Zeit aufweist, die