494 Allgemeines.
/>. Das folgende ist zwar kein deutsches Exlibris, je-doch infolge des Ausdrucks treuer Erinnerung andie unvergessliche Heimat und des dargestelltenWappens hier zu nennen: Exlibris der historischen(icscllschaft der reformierten Kirche in den ver-einigten Staaten Amerikas, Lancaster, Pennsylvania,V. S. A., 1881. Dieses, einer Republik angehörendeBlatt enthält das Wappen des Kurfürsten Friedrich III.von der Pfalz von 1563; die Begründer der gen.Gesellschaft, meist Nachkommen von Auswanderen]aus der alten Kurpfalz (heutige, bayrische Rhein-pfalz und das Heidelberger Land), wählten für ihrExlibris das Wappen jenes pfälzischen Fürsten, derder reformierten Auffassung zuneigte und dem Cal-vinismus in Kurpfalz Eingang verschaffte; das Datumder Unterschrift, 1563, weist auf die Herausgabedes Heidelberger Katechismus hin, der das sym-bolische Buch der Reformierten ist. Die gleicheAnordnung der 3 Wappenschilde Pfalz, Bayernund Spanheim sieht man oft auf pfälzer Siegelnwie am Heidelberger Schlosse*).
f. Ritterschafts- lixlibris.
Die deutsche »Reichsritterschaft« bestand aus solchenAdeligen, die dem Kaiser und Reich unmittelbar unterstan-den, jedoch nicht wie die anderen Reichsunmittelbaren Sitzund Stimme auf dem Reichstage hatten; verschiedeneRitterbünde vereinigten sich unter Kaiser Maximilian II.zur geschlossenen Reichsritterschaft. Diese teilte sich inden fränkischen, schwäbischen und rheinischen Ritterkreis,
*) Abbildung und Geschichte: D. E. L. III. S. 7.