Exlibris von Klöstern u. Geistlichen, 15.—19. Jahrh. 299
torum, In Hoc Salus, In Hoc Signo (vinces), Jesum Ha-bemus Socium, Jesus Hyos Soter (griechisch), JesusHeiland Seligmacher u. s. w.
Kommt S. P. vor, so weist es, wie z. B. beim St.Peterskloster Salzburg, auf den heiligen Petrus hin;O. S. B. bedeutet Ordinis Sancti Benedicti = Vom Ordendes heiligen Benedikt, Benediktiner; P. = Praepositus,Propst, auch Pater; A. = Abbas, Abt; B. V. M. = BeataeVirginis Mariae, der seligen Jungfrau Maria; D. G. =Dei Gratia, Durch Gottes Gnade; S. R. I. = Sacri Ro-mani Imperii, des heiligen römischen Reichs, steht beiReichsabteien etc.; I. O. G. D. = In Omnem GloriamDei, zu allem Ruhme Gottes; F. F. = fratrum, derBrüder; P. P. = Patrum = der Väter, Patres, hier derMönche; i. p. i. = in partibus infidelium, in den Ge-bieten der Ungläubigen u. s. w.
Manche Klöster hatten nicht nur 1 Exlibris, sondernHessen andere anfertigen, wenn ein neuer Abt zur Re-gierung kam oder dieser besondere Neuanschaffungenan Büchern machte. Dann setzte man an Stelle desalten Abtswappens das neue oder wählte eine neue An-ordnung. Die meisten Exlibris dürfte das SchweizerKloster St. Urban haben, nämlich mindestens 30 ver-schiedene ; aber auch bayrische Klöster weisen grössereSerien auf, z. B. Chiemsee 13, Polling 9, Baumburg 8,Augsburg Heiligkreuz 8, Andechs 7, Mönchsroth 6,Thierhaupten 5 u. s. w.
Dass andrerseits nicht jedes, z. B. ein armes Klostereine Buchersammlung oder gar ein Bibliothekzeichenhatte, ist einleuchtend; diejenigen zahlreichen Klösteraber, von denen Exlibris vom 15. Jahrhundert bis zurJetztzeit nachgewiesen sind, seien hier, nach Orden ein-