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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
Seite
266
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l66 Allgemeines.

-Mutter Natur, damit dieser dort sieh die ihm nötigekünstlerische Nahrung hole. Von Chodowiecki stam-men noch folgende Exlibris: Französisches Seminarzu Berlin, 1772, junge Bäume pflanzende und be-giessende Philosophen, Sinnbild für Erziehung derJugend (kopiert vom Schweizer Johann RudolfSchellenberg für 2 Exlibris der Stadtbibliothek Winter-thur); David Fridländer, Kaufmann, Schriftsteller,Berlin, 1774, Merkur und Apollo; Dr. m. ChristofSalomon Schinz, Zürich, 1793, Aeskulap vertreibtden Tod von einem Kranken; ein ChodovvieckischerStich von 1788, Minerva und Viktoria, nebst Sokrates,diesem im Schilde sein Antlitz zeigend, war ur-sprünglich kein Exlibris, sondern eine Vignette, undist erst später vom Frankfurter Schöffen Dr. Fried-rich Philipp Usener, einem Chodowiccki-Sammler,durch Aufgravierung seines Namens, zu einem Kx-libris umgewandelt worden.Johann Wilhelm Meil, Direktor der Kunst-Akademie,Berlin, hat mindestens 16 Bibliothekzeichen ge-stochen, die, ohne gerade bedeutende Leistungenzu sein, ganz im Geschmackc seiner Zeit gehaltensind, und die in dieser Periode beliebte Feinheit derZeichnung und des Stichs aufweisen; hier (S. 267), alsBeispiel, sein Exlibris Alexander Meyer, c. 1795,abgebildet; hier finden wir das ganze beliebte Rüst-zeug damaliger Symbolik: Merkur, Putten, Bücher,Karten, Globus, Kranich mit seinem Stein in derKlaue, Obelisk; ein gutes Blatt J. W. Meils ist auchdas statiöse Exlibris Immanuel Johann Gerhard Scheller,bekannter Philologe und Schulmann zu Lübben, Pro-fessor und Rektor zu Brieg, c. 1790, mit Minerva,