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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
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205
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iS. Jahrhundert. 2O5

zum Rokoko in jeglicher Ausschmückung steifer,

kälter und nüchterner geworden. Dazu kam, dass -ausschliesslich Rokoko und Allegorien wirklich her-vorragende Kleinmeister kaum im 18. Jahrhundert vor-kommen und die Mehrzahl der einfachen Matter vonunbedeutenden Stechern ausgeführt wurden, die ebengerade nur stechen konnten, ohne von tieferer Kunstdurchdrungen zu sein. Es war mehr Dutzendwaare, diegeliefert wurde, und zwar zum guten Teil deshalb,weil die Nachfrage nach wirklich Künstlerischem unddas Verständniss hiefür bei Auserwählten wie bei derMasse des Publikums erheblich geringer geworden war.Dies eben Gesagte bezieht sich, wie schon bemerkt, aufdie reine Exlibris-Wappen-Zeichnung, ausschliesslich derPeriode des Rokoko, in der Kunstverständniss, Nach-frage und Technik sich wieder gebessert hatten. DieVorherrschaft Nürnbergs hört auf und wir treffenStecher allerorten, namentlich in Süddeutschland undOesterreich.

a. Stecher von Wappen-Exlibris.

Während die Zahl hervorragenderer Künstler der

Wappen-Exlibris zwischen 1700 und 1800 abnahm,wuchs in dieser Zeit die Zahl derjenigen, die über-haupt solche Exlibris stachen, bedeutend, sowohl dieder professionellen Stecher, als auch die der Ama-teure.

Ohne alle, z. B. die minderwertigen 'Exlibris-Steckeranführen zu wollen, seien hier folgende genannt, diezwischen 1700 und 1800 reine Wappen-Exlibris gelieferthaben; wo Vorname oder Wohnort nicht genannt sind,waren diese nicht genauer zu ermitteln.