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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
Seite
72
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"J2 Allgemeines.

Zeichnungen zur Verfügung hatte. In der Neuzeit istdies etwas anderes: Seit Erfindung der Photographielässt man, besonders hei Zinkätzung, geringerer Kostenhalber einfach eine Zeichnung zwei-, drei- oder viermalauf photographischcni Wege verkleinern und hat da-durch für mehrere Bücherformate auch mehrere Exlibris-grössen von genau gleicher Zeichnung; dies verbilligtdie Anschaffung, zumal die besseren Künstler heutzutagefür Originalzeichnungen oft hohe Preise stellen, die jetztin Deutschland zwischen 20 und 200 Mark (ohne Stich)wechseln.

Als Heispiel ii\r mehrere gleiche Darstellungen sinddie Kxlibris Johann Baptist Zeyll, Zeichnung von P.Opel, Holzschnitt von ('. I.., 15<J3, zu nennen, die indrei Grössen (154 : 2IO, 102 : 162, 62 : 83 mm) herge-stellt sind, gleiche Zeichnung aufweisen und nur mini-male, durch den geringer werdenden Raum und den damitschwieligeren Holzschnitt hervorgerufene Abweichungenenthalten; abgebildet ist hier (S. 71) die mittlere Grösse.Ferner: Waisenhausbibliothek zu Halle, Kupferstiche,e. 1750, drei Grössen ( I 29 : 109, 92 : 7b, 70 : 54), dreifast gleiche Perspektiven ins Innere der Bibliothek; nurin der Rokoko-Umrahmung sind kleine, durch die ge-ringer werdende Stiel igrosse bedingte Abweichungen.Aehnliehes trifft zu bei vier Grössen, Kupferstich-KxlibrisJohann Max /.hin Junten, Frankfurt a. M., c. 1599; beizwei Exlibris des Domherrn Johann Georg von Werden-stein, Kupferstichen von 15(19; ( l es Benediktinerstiftsl.aiuhaeh, zwei Kupierstiehen von c. 1720; des mähri-schen Bibliophilen und Landesadvokaten Wilhelm Ale-xander Halalis, Brunn, zwei Kupierstichen von MartinTyroff, e. I7SO; des mährischen Benediktinerstifts Rat-