Inschriften auf Exlibris. 57
Christophorus Fridericus Crcss A Cressenstein Scabinus(= Schöffe), als auch dessen Spruch: Christiana FidesCrescit Ad Caelorum Salutem bedeuten.
Eine ähnliche im 17. und 18. Jahrhundert nichtseltene Spielerei führte auch Magister und Pfarrer G.Ruprecht von Augsburg auf seinem Kupferstich-Exlibrisvon c. 1770 aus, indem im Worte MiGRAnDVM diegrossen Buchstaben mit den Anfangsbuchstaben derUnterschrift Magistri Georgii Ruprechti Augustani DiviniVerbi Ministri übereinstimmen (S. 61).
Eine dem Geschmacke des 18. Jahrhunderts ent-sprechende originelle Doppelverwendung von Buchstabenführte Chr. Heinrich Andreas Geret, Geistlicher und Ratzu Thorn c. 1750 aus, der auf seinem Exlibris den 3.bis 6. Buchstaben in »Heinrich« gross stechen Hess, wo-durch die Kreuzesinschrift I. N. R. I. hervortritt, wasihm als einem Geistlichen besonders passend erschien.
Auch ein scheinbar rätselhaftes Monogramm kommtschon frühzeitig vor und zwar auf zwei verschiedenenExlibris des Luther-Gegners Dr. th. Professor JohannMater genannt Eck, Ingolstadt, zwei kolorierten Holz-schnitten, wahrscheinlich von Hans Springinklee, von1518 und 22; auf einem Exemplar der Hof- und Staats-bibliothek München erklärt Eck selbst handschriftlichdas Monogramm J. M. E. T. mit Johannes Maioris (fürMaier) Eckius Theologus; Abbildung im VI. Kapitel.
/. Sehr häufig findet man auf alten und neuen Ex-libris die Datierung der Anfertigung durch Jahreszahlenausgedrückt, was für die Forschung äusserst angenehmist, weil man dann nicht ausschliesslich auf Taxierenund Vergleichen mit anderen Blättern angewiesen ist.Doch machten unsere Exlibris auch eine Sitte, ihrer Zeit