54 Allgemeines.
gangenheit ebenso, wie in der Jetztzeit, solche Sprücheder Lebensweisheit, Gelehrsamkeit, des religiösen Ge-fühls und der Vererbung, teils aus innerer Ueberzeugung,teils des besseren Eindrucks wegen, meist auf Inschrifts-bändern oder auf Tafeln anzubringen.
H. Oft finden sich auf Bändern oder freistehendüber oder unter dem Wappen Anfangsbuchstaben; diesebeziehen sich zum Teil auf Vor- und Zunamen der Ex-librisbesitzer, z. B.: S. K. D. und D. S. K. auf dem S. 52, 53abgebildeten Doppelexlibris, Holzschnitten von 1560, be-deutet den Namen Sixtus Kaftsser, Doctor, München;W. R. V. R. auf einem Holzschnitt-Exlibris von c. 1540,ebenfalls Vor- und Zuname: Wolf Rehlinger von Rehlingen, Augsburg; V. T. auf dem S. 55 abgebildeten Holz-schnitt-Exlibris von c. 1560: Universitatis Tuebingensis= Universität Tübingen.
Zu einem anderen Teil aber sind es die Anfangs-buchstaben von Sinn- und Wahlsprüchen, z. B.: Bei folgendem Exlibris (S. 56) Chr. A. (jngel von Brand, Nürnberg,Kupferstich von J. Amman, von nach 15X3, auf demC. F. (irrtümlich stach der Meister: E.) I. den Spruchbedeutet: Consilium Fortunam Fnhibcat (Vernunft mussdem Glück Einhalt thun); oder G. G. G. auf dem nach-folgenden Exlibris (S. 58) J. Hebenstreit, Kupferstich von1613, bedeutet Gott Gebe Gnade; oder N. O. O. P. auf demExlibris Johann Georg von Werdenstein, Eichstätt, Holz-schnitt c. 1560 = Non Omnibus Omnia Piacent; oderA. B. C. D. E. F. auf dem Exlibris Johann Georg Mayr,Kanonikus, Augsburg, c. 1610, eine Spielerei mit denAnfangsbuchstaben des Alphabets, bedeutet: Allein BeiChristus Die Fwige Freude.
Wieder andere Anfangsbuchstaben weisen zugleich