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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
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Über deutsche und englische Heraldik. 3 I

adeligen Wappen zuzuteilen. Der Widersinn liegtdarin, dass gerade der Stechhelm derjenige war,den in erster Linie der turnierfähige Adelige indem ursprünglich nur ihm zustehenden Turnieretrug. Ein Beispiel dafür, dass man im 16. und17- Jahrhundert auf diese Helmunterschiede Wertlegte, sind die Exlibris des Dr. med. Gg. Seefriedvon Nürnberg, von Wolfgang Kilian, c. 1650. Zuerstführte Seefried den damals bürgerlichen Stechhelmauf seinen 2 Exlibrisgrössen (s. S. 30) und Hess dannspäter auf der Kupferplatte den Stechhelm in den alsvornehm geltenden Spangenhelm umstechen (s. S. 32);die hervortretende untere Spitze des Augenschlitzesvom Stechhelm sieht man auf der abgeänderten1 latte noch zwischen Spangenvisier und vordererHelmdecke. Wer heutzutage in der HeroldskunstBescheid weiss, macht daher jetzt auch keinenStandesunterschied mehr zwischen Stech- und Span-genhelm, sondern verwendet sie je nach dem Stilder Zeichnung und dem Wunsch des Bestellers.C. Renaissance: 16.17.Jahrhundert; Phantasieschildemit auf beiden Seiten gleichen Einschnitten, Aus-kerbungen und aufgerollten Ecken, sog. Kartuschen(cartouches), mit Spangen oder mit phantastischenHelmen (Fig. 20).* Barock (1610), Rokoko (1740), Zopf': 17.19. Jahr-hundert; Schilde in krausester Willkür, meist ohneGleichmässigkeit der Umrahmung; Phantasiehelmeoder hauptsächlich Kronen statt der Helme (Fig.21, 22); Empire: Zeit Napoleons I.e. Heutige Zeit: 19.20. Jahrhundert. Seit 1871herrscht die neuste Wiedergeburt der Stile, d. h.