Nr. 69. Ratsbestallung. Nr. 70. Streit mit Canstein. 661
2000 Rthlr. wegen des Juden Israels angehet, ob wohl dem von Can-stein vorgebracht worden, als hätte er, der Battier ihn, den von Can-stein beschuldiget, dafs er 2000 Rthlr. von dem Juden wegen Liefe-ruil 8" der Livereyen empfangen, so gestünde er doch solches nicht,sondern was von dem Obermarschall geredet worden, solches wäremcht auf den von Canstein, sondern den Obermarschall Freiherr vonCanitz zu verstehen, als welcher selbsten gestünde, dafs ihm der Judesoviel offerieret, wann ihm die Lieferung weiters anvertrauet würde,vors andere, was die beschuldigte Konfusiones betrifft, dafs er als einaui Sr. K. D. Interesse bestelleter und verpflichteter Rat zwar schuldigw äre, alles dasjenige, so zu Sr. K. D. Dienst und Interesse gereichete,z u eröffnen und, wann er dergleichen Pflicht halber thätte, nichtbesprochen werden könnte, und weil es am Tage, dafs das Ökonomie-Wesen in grofser Konfusion, so hätte er wohl davon seinen Pflichtengemäl's geredet, auch wohl gedacht haben möchte, dafs der von Can-stein, als dem die Direktion von Sr. K. D. gnädigst anvertrauet, dieUrsachen dessen anzuzeigen haben würde, es würden aber S. K. D.] nm selbst Zeugnüs geben, dafs er des von Cansteins dieser Sachehalber nicht gedacht, wann es aber von ihm begehret würde, wollteer seinem besten Wissen nach anzeigen, wie denen Unordnungen zuremediieren. Dafs er auch vors dritte wegen der Cotwitzischen Postdem von Canstein ferners nichts aufbürden wollen, als dafs der von^otwitz nur desto später bezahlet würde, S. K. D. aber nach gethanerAnweisung hierunter eben kein eigenes Interesse hätten. Und vorsVl erte hätte er der Langischen Sache nicht gedacht, wofern in desv °n Cansteins Klagschrift nicht angeführet worden wäre, dafs er,mattier, Sr. K. D. noch etwas a parte vorgebracht hätte und er sichaber nichts besinnen können, als was er wegen der Langischen Rech-nung erinnern müssen, und also davor halten müssen, als wann er1 n m Verdacht gezogen, dafs er seiner dabei Erwähnung gethanatte, er hätte aber des von Cansteins Namen nicht gedacht. Dabeie ro Amtskammerrat Battier ferner sich in obigen also erkläret, da-ertl in dem an S. K. D. wegen dieser Irrungen abgestatteten Berichttwas enthalten sein möchte, woraus man einen andern Verstand, alsler angeführet, erzwingen wollte, dafs dennoch einig und allein, wo-ern es noch nicht klar genug, nach dieser Erläuterung verstanden^d ausgeleget werden soll, gestalt er es auch in vorangedeutetemglicht an S. K. D. also und nicht anders verstanden. Ob nun zwar5 er von Canstein gegen dieses alles verschiedenes einwenden und das-jenige, W as der Battier in seiner Gegenschrift gesetzt, als zu sehranzüglich zu Gemüt nehmen wollen, so haben doch S. K. D., als