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1 (1895) Die Centralstellen der Kammerverwaltung. Die Amtskammer, das Kassenwesen und die Domänen der Kurmark
Entstehung
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Erstes Kapitel.

Die Organisation der Verwaltung. Die Amtskammerzu Kölln a. d. Spree und das Kassenwesen.

Die Organisation der Amtskammer und der märkischen Kassen,wie sie Friedrich Wilhelm bei seinem Regierungsantritt vorfand, be-ruhte im wesentlichen auf einer schon 25 Jahre alten Ordnung.

Die Verwaltung der Kammersachen hatte im sechzehnten Jahr-hundert in der Mark in den Händen einzelner Beamten gelegen, dienoch nicht zu einer organisierten Behörde, einem eollegium formatum,wie man damals sagte, zusammengetreten waren. Auch die Begründungdes Geheimen Rates hatte daran nichts geändert. Erst im Jahre 1615empfand der Kurfürst Johann Sigismund das Bedürfnis, die Kammer-verwaltung zu reorganisieren und ihre Leitung einer kollegialischarbeitenden Gesamtbehörde anzuvertrauen.

Der bestehende Zustand mochte dadurch nicht allzusehr geändertwerden, denn es ist anzunehmen, dafs die Kammerbeamten auchschon zuvor gemeinsam ihre Geschäfte erledigt haben 1 , aber immer-hin ward durch die Kammerordnung, die der Kurfürst erliefs, einmalzur Regel erhoben, was bis dahin wohl Gewohnheit gewesen, jedochin das Belieben der Beamten selbst gestellt war; sodann wurden dieKompetenzen der Behörde bei dieser Gelegenheit so scharf umgrenzt

1 Es findet sieb, dafs schon an sie in ihrer Gesamtheit, ganz wie an eine ge-schlossene Behörde geschrieben wurde (Schwartzenberg an die Amtsräte undKammermeister allhier 15. Juni 1614).