Nr. 68. Hofrentmeister-, Nr. 69. Amtskammerratsbestallung. 659
Was auch bei unser Ambtskammer in Sachen, so den Hoffstaatbetreffen, vorfällt, in denen soll er unserm Oberhoffmarschalle undandern Offizierern mit gutem Rat und Hülfe assistieren, und nebstihnen das, was zu Beförderung unsers Nutzens und Verhütung unsersNachteils und Schadens gereichen mag, verordnen helfen.
Was zu unser Hofrhaltung in Küche, Keller, Silberkammer, Futter-boden und sonsten nötig ist, aus unsern Ämbtern, wo es darinnenv °rhanden, verschreiben, oder so es daraus nicht zu erlangen, uns inZeiten berichten und dahin sehen helfen, dafs es mit gutem Vorteilangeschaffet werde.
Und damit er hievon desto bessere Wissenschaft haben möge,S °H er die Tagezeddul auch Wochen- und Quartalrechnungen, so beidenen vier Ämbtern zu Hoff gehalten werden, nebst andern unsern«äten und darzu verordneten Offizierern durchsehen und do etwasüber Gebühr darinnen befunden würde, dasselbe erinnern, auch garkassieren und abthun.
Er soll auch über unser Hoff-, Ambts-, Mühlen-, Schäfer-, Wein-geister-, Holz- und andere Ordnung, wie die jetzo sein, oder wirdieselbige künftig ändern und bessern lassen werden, getreulich halten,dawider nicht handeln, noch Jemanden es zu thun verstatten, sonderndaran sein, dafs dencnselben gehorsambst nachgelebet werde.
Insonderheit soll er nebst andern dahin sehen, dafs aus unsernZu diesen Landen gehörigen Ämbtern diesseits der Oder nicht alleina ^ e Quartal-Auszüge, wie auch auf Trinitatis jährlich die Rechnungen111 unser Amtskammer richtig eingebracht, sondern auch forderligst^genommen werden mögen.
Inigleichen soll ihm auch hiemit die Aufsicht über unsere Ämbter
n< I derselben Visitation gleich andern unsern Ambtsräten anbefohlen
' em - Also, dafs auf die Beambte gute Acht gegeben werde, wie sie
11 , der Einnahme und Ausgabe, Ackerbau, Viehezucht, Erhaltung der
otl gen Gebäude und sonst allenthalben gebahren.
Dahingegen haben wir ihm vor solche seine Aufwartung und^nste jährlichen 300 Rthlr., welche quartaliter und von künftigenr 'icis anzufallen, durch unsern p. M. Matthiafsen ihm mit 75 Rthlr.allemal ausgezahlt werden sollen, ungleichen 3 Wiespel Rogken,3 vViespei Gersten, 12 Scheffel Hopfen, einen feisten Ochsen, 2 ge-gaste Schweine, 3 Hamel, l /a Tonne Butter, 1 Tonne Käse, 1 ScheffelElisen, l Scheffel Buchweizen, Grütze, zweene Steine Talch, 3 Scheffelalz i drei Ruten Holz, welche ihm unser Oberförster an eineme iuemen Ort anweisen und er auf seine selbst Kosten hauen und
42*