Nr. 62. Präsidentenbestallung. Nr. 63. Amtskammer-Finanzen. 641
zu unsern Präsidenten und Ambtskammerrat, zusagen und versprechenihm auch an Besoldung und allen andern, was von Punkten zu Punktenhierinnen spezifieret und begriffen worden. Alles getreulich und sonderGefährde. Zu ürkund dessen haben wir kegenwärtige Bestallungeigenhandlich unterschrieben und i mit unserm Kammersekret wollwissend bedrucken lassen.
63.Die Amtskaminer zu Kölln an der Spree an den Kurfürsten. Dat.Kttlln a. d. Spree 10. [20.] März 1652.Ausfertigung. R. 9. C 2.
[Bericht über den augenblicklieben Stand der Amtskammer-Finanzen.]
E. K. D. seind unsere untertänigste und pflichtschuldigste Dienste] n Gehorsamb allstets zuvor.
Gnädigster Herr, E. K. D. gnädigstes Reskript von dato Kleve,den 12./22. Martii, wegen Übermachung einigen Geldes zu behuefE. K. D. Hoffstaats, auch richtiger Auszahlung der in den klevischenUnd hiesigen Ohrts seienden Dienern haben wir mit gebührender Reve-renz in Unterthänigkeit erhalten.
Bergen darauf E. K. D. nicht, dafs zwarten bisher unterschied-liche Arrendatores der Ämbter und Vorwerker sich angegeben, manüa t sie aber zum Teil nicht also befunden, dafs man einige Handelungnwt ihnen hätte vornehmen können. Zudem so seint wir, vermögeE- K. D. vorigen gnädigsten Reskripts und sonderlich Herrn Doct.Johan Tornowes Gutachten im Werk begriffen, erstlichen alle Ämbter,So noch frei, gebührlichen zu untersuchen und die Nutzungen derselbenJ*öt Fleifs anzumerken, damit man bei den Handelungen alles destohesser zu E. K. D. Nutzen anziehen könne. Inmafsen ja E. K. D.^mittelst keinen Schaden, sondern noch die Walpurgis-Wulle undMolken-Pächte, geschweigens anderer Stücke, weil keine Speisung zue■Hoefe ist, und dahero dieselbe zue Gelde gemachet werden sollen, zueSeniefsen, wir auch allbereit die gewisse Nachricht von etlichen Ambt-schreibern haben, dafs dieselbe nach eingezogener weiterer Haushaltung*• K- D. eine Summe Geldes vorschiefsen wollen, dahin wir es auch111 gemein mit allen andern woll richten können, wann E. K. D.darin gnädigst zu konsentieren beliebet. Jedoch stellen wir alles zuederoselben gnädigsten Willen, ohne einige Mafsgebung. Was denVorrat in denÄmbtern betrifft, seint wir nochmalls bemühet, seihten
Vl *- u. Aktonat. z. G. d. Kurf. Friodr. Willi. N. F. I. 41