Druckschrift 
1 (1895) Die Centralstellen der Kammerverwaltung. Die Amtskammer, das Kassenwesen und die Domänen der Kurmark
Entstehung
Seite
639
Einzelbild herunterladen
 

Nr. 62. Bestallung für Arnim als Amtskammerpräsidenten. 639

Namen haben kann, angeordnet und den Ambtsinstruktionen, Müllen-,Schäfer-, Weinmeister-, Fischer-, Holz- und andern Ordnungen, wiesie itzt vorhanden oder künftig revidieret, geordnet und verbessertwerden möchten, von jedermann gebührlich gelebt und nachgekommenWerde; wie wir dann dasselbige, was zu unsern Aufnehmen er an-ordnen wird, allewege gnädigst genehm halten wollen.

Zu dessen behuef ihm auch frei sein soll, in unsere Ämbter oftunverwarneter Sachen zu ziehen und bei wem er etwas unrichtigesbefindet, dem soll er solches alles Ernsts verweisen, dasselbe wiederei- statten und ändern lassen und ihn darüber zur gebührlichen StrafZu ziehen beschaffen und darinnen keinen übersehen und verschonen.

Wiewohl wir ihn auch, unsere Ambtssachen soviel desto besserabzuwarten, mit andern Verrichtungen, so viel müglich, zu verschonengemeinet sein, so soll er jedoch, ob wir ihn zu Legationen undSchickungen, zu Kommissionen auf Landgrenzen oder sonsten imLande, wie auch zu wichtigen Verhören oder andern unsern Sachen211 gebrauchen genötiget würden, sich dessen nicht zu entbrechenna <ben, sondern auch dieselbige auf sich nehmen und dabei keinenHeils noch Mühe sparen, damit die ihm aufgetragene Geschäfte undöa chen zu besten unsern Nutzen und Frommen aufs schleunigste aus-gerichtet werden mügen. Was wir ihm auch dergestalt anvertrauenoder er sonst in unsern Ambts- und Kammersachen, an unsern Ge-"eiinnussen, Vermügen und Einkünften und was dergleichen mehr ist,eil t\veder sehen, hören oder erfahren würde, dasselbe alles soll er dieganze Zeit seines Lebens über woll verschwiegen bei sich behaltenUn <l solches niemanden, bevoraus zu unserm Nachteil, entdecken undoffenbaren und in Summa unser Kammerwesen ihm mit getreuenHeils anbefohlen sein lassen, unsern Nutzen, Reputation und Auf-nehmen suchen, Schaden und Nachteil warnen und wenden und sichln allem also getreu, gehorsamb, aufrichtig, tleifsig und verschwiegenerweisen, wie das von einem getreuen Kammerpräsidenten und Ambts-la t und Dienern erheischet und erfordert werden kann, ihm auch wollanstehet, eignet und gebühret, inmafsen er nns dessen seine be-sondere Kammerpräsidenten- und Rats-Eidespflicht abgelegt und ge-schworen hat.

Dahinkegen Itaben wir ihm für solche seine Aufwartung undDienste aufser und über seine Haubtmannschaft, der Ämbter Lebus^d Fürstenwalde Bestallung, so er ohn das einen Weg wie den an-dei 'ii behält und vollkomblich zu geniei'sen, zur jährlichen BesoldungSl ebenhundert Reichsthaler, dieselbige aus unser Hofrentei allhie quar-taliter an 175 Rthlr. zu entpfangen und auf nächstkünftigen Crucis