Nr. 58. Amtskammer, Hofstaat und Hofrentei. 623
Sachen, do man sein Person bedürfen wird sich gebrauchen lassen.Bestallungen und Deputat, die ufs neue zu inachen, vorfertiget ergleichfalls und registrieret alles mit Fleifs, damit zu jederzeit Nach-richt davon zu erlangen.
Der Kammerschreiber Joachim Schulze solle nit allein die Schreiben,die bei der Kammerexpedition, wie anfangs gemeldet, vorgehen möchten,sondern auch alle Pässe, Zitationes und andere Ausschreiben, die nit Haus-haltungssachen betreffen, wie auch die Dekret braurlich Zettel undAbschiede, so bei den Vorhören gegeben, und dann allerlei konzipierteUrdenungen oder, was sonsten ins Rein zu bringen, vorfallen möchte,v orfertigen und ingrossieren.
Welcher Schulz soll nits weiniger, wann er allhier in loco, bei"er Ambtskammer ufzuwarteu schuldig sein und in Schreiben oder zurVisitation der Ämbter, Ausmessung unser Äcker und Wiesen sich ge-hauenen lassen, wie wir dann alle vorbenannte Sekretarien, Ambts-Kainnierschreiber und Landmesser an unsern Kammerpräsidenten undA, ubtsräten hiemit gewiesen haben wollen, sich ihres Befehlichs, Ge-bots und Verbots in allen, so uns zu Nutzen gereichet, zu vorhaltenu nd denenselben gehorsame und gebüerende Folge zu leisten.
Zu den Hoffhaltungsaehen haben wir gnädiglich deputieret dietesten unsere Räte, Schlofshaubtmann, Kuchmeister und Oberschenken,^ch Ilaubtmaun zu Müllenhoff und Müllenbeck und liebe getreuenJ °lian Ernst von Schlieben, Baizar von Schlieben, Hennig ClauseuUllf l Christoff von Blumenthaleu und nach diesen unser SekretarieuHeinrich Pardeman und Pauli Mahdern, auch Hanfs Banden Ambts-kainmerschreibern.
1- Vorrichtung. Derer Vorrichtung soll sein, dafs sie nunmehralle Ordenung, die allbereit gefafst oder ihnen nochmaln über-geben werden möchten, bei Kueh, Keller, Silberkammer, FutterbodenUn, l Kostgeld, auch was dem mehr anhängig, in und aufser Hofflagers111 Acht nehmen, auch von dem allen, was täglichen uud wöchentlichenbei Hoffe vorthau, Rechnung nehmen, die vorfallenden Mängel fleifsigau notieren und, was unordentliches vorfället, ungesäumbt abschaffen^ U( l nits passieren lassen, und do sie in einem und den andern«eine Folge, es unsern Kammerpräsidenten uud Räten zu ferner Ver-0r denung berichten sollen.
2 - Sollen sie alle vorhandene Inventaria bei Hoffe in Kuch,^• elle r, Silberkammer, bei den Brotträgern oder wer sonst das Zinnen-gefäfs uuter Händen hat, so auch was in den Gemächern und aufser^ e m an Tapezereien, Taffein, Stiielen, Tischbänken, Schemmeln und
ett spunden vorhanden, wie auch was sich sonsten mehr für Inven-