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1 (1895) Die Centralstellen der Kammerverwaltung. Die Amtskammer, das Kassenwesen und die Domänen der Kurmark
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116 I. Buch. 2. Kap. Centralkassen und Generaletats.

der Beitrag von 35 200 Thalern, den die Kammerverwaltung zurUnterhaltung der Marine leistete. Ein anderer ähnlicher Tosten warin deren Generaletat überhaupt nicht gebucht: die Lenzener Licent-einnahmen, die der Kommissariatsverwaltung ganz und gar zuflössen.Indessen ward dieser Betrag nahezu ausgeglichen durch Leistungender Generalkriegskasse an Civilbeamte, von denen der Generaletatebenfalls schwieg 1 .

Es wäre allerdings wünschenswert gewesen, dai's alle diese Postenkombiniert worden wären und dai's so klar zum Ausdruck gebrachtworden wäre, um wieviel mehr die Kammerverwaltung an Zuschüssenan die Gcneralkriegskasse leistete als umgekehrt, denn die in Betrachtkommende Summe 76 600 Thaler fiel bei einem Gesamtetat vonIV« Millionen doch ins Gewicht. Immerhin war fast der ganze That-bestand aus dem Etat ohne weiteres zu eruieren.

Noch gleichmäfsiger als die Übersicht über die Einnahmen war dieüber die Ausgaben, die der Generaletat verschaffte. Völlig zweckmäfsigund systematisch war insbesondere die Gruppierung des Ausgabe-budgets der mittleren und unteren Instanzen. Es war durchgehend«festgestellt, was in jedem Territorium für die Zwecke der provinzialenVerwaltungs- und Gerichtsbehörden verausgabt wurde. Dai's unter derRubrikKurmark" die Etats der Centralstellen vermischt mit denender eigentlich märkischen Verwaltung auftraten, war nicht zu ver-meiden, da beide Behördengruppen an allzuvielen Stellen unmerklichineinander überliefen. Die nicht allzureich dotierten Fonds für dieZwecke der Kirche, der Schulen, der Universitäten und der Wohl-thätigkeitsanstalten waren ebenfalls für sich aufgeführt; die Ausgabender untersten Instanzen aber waren in die RubrikenBesoldung derDrosten und Hauptleute",zu Verbesserung der Domänen, Erkaufungneuer Güter und Bezahlung der Schulden" undauf der ÄmbterNotdurft, an Besoldung der Bedienten, Baukosten, Remission derArendatoren und Ilnterthanen" geschieden, so dai's man ziemlich genaudie drei hauptsächlichsten Gruppen, in die diese Ausgaben in der Thatzerfielen die mehr als unnütze Belastung des Domänenetats zu be-trachtenden Gehälter der Hauptmanns-Sinekuren, die aufserordentlichenund die ordentlichen Verwaltungsausgaben der Ämter, zu sondernvermochte. Dafs bei der Forstverwaltung die Kosten der unteren und

1 So nach den Jahresrechnungen der Generalkriegskasse von 168890 (Archivdes Kriegsministeriums).