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1 (1895) Die Centralstellen der Kammerverwaltung. Die Amtskammer, das Kassenwesen und die Domänen der Kurmark
Entstehung
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Erster Abschnitt. Das erste Jahrzehnt (164051). 57

diese Gelder nicht direkt irgend welchen Kassen entnommen, sondernvon Privaten erborgt, an die sie dann später durch Assignationenzurückgezahlt wurden. In dieser Form kamen sie dann bei denKassen, die die Anweisungen auszuzahlen hatten, zur Verrechnung.Sie störten und zersplitterten also das Kassen- und Rechnungswesenin keiner Weise.

Die Einnahmen der Schatulle waren vornehmlich märkischerProvenienz. Ihren Hauptbestandteil machten die Erträge der Forst-verwaltung aus, einige wenige andere sehr geringfügige und nochdazu wenig sichere Nutzungen, wie der Rüdersdorfer Kalkbruch, warenebenfalls zur Schatulle gewidmet. Im Rechnungsjahre 1643/44 liefertevon aui'sermärkischen Kassen die neumärkische Rentei nur wenig mehrals 900 Thaler; aus Prcul'sen kamen etwa 7000 Thaler, aus Klevenichts. Nur der preufsische Beitrag hat sich in den nächsten Jahrenerheblich gesteigert 1 .

Die Zusammensetzung der Hofrentei einnahmen " trägt fast nochmehr als die der Schatullrevenuen einen specifisch märkischen Charakter.Die Erträge der älteren Steuern des Hauptlandes, der Urbede, derLehnwaren, der Ziese, des alten und neuen Biergeldes und der Land-steuer, endlich auch die des Judentributes wurden, soweit nicht schonunmittelbar über sie verfügt worden war, hierher abgeführt, da es aneiner ständigen Steuerkasse fehlte. Ein kleines Monopol, der Mühlstein-

heifst es in einer Generalquittung des Kurfürsten, die sich Hcydekampff, der Ver-walter dieser Fonds, ausgebeten hatte, weil er fürchtete, ihretwegen zur Rechen-schaft gezogen werden zu können (vom 5. Juni 1652, Konzept Schwerins).

1 Extrakte der Kammer-(Schatull-)Rechnungen vom 1. April 1640 bis 6. Jan.1641, von lleminiscere 16431644, von Reminiscere 1644 bis Trinitatis 1646 (s. u.Akten Nr. 14, 15 und 16). Vgl. auch die Angaben Riedels (Die Schatulleinrich-tung des Grofsen Kurfürsten, Mark. Forsch. II [1843] S. 318 ff.).

2 Den sehr gründlichen Vorarbeiten, die Friedrich der Grofse für seine Stu-dien zur alteren Geschichte Brandenburg-Breufsens hat vornehmen lassen, verdanktma n es, wenn wenigstens über die Einnahmen der Hofrentei ausreichende Nach-richten zweiter Hand überliefert worden sind. Die damals noch vorhandenenJahresreehnungen dieser wie der beiden andern unter dem Grofsen Kurfürsten be-stehenden Hauptkassen hat das Goneraldircktorium, das diesen Auftrag erhaltenhatte, benutzt, um Tabellen über die Einkünfte Friedrich Wilhelms aufzustellen,d ie es dem König am 22. Nov., 17. Dez. 1746 und 7. März 1747 übersandte undQ ie zum Teil bei Riedel (Beil. IIV) veröffentlicht worden sind. S. Posner,z «r litterarischen Thätigkeit Friedrichs des Grofsen (Miscellaneen zur GeschichteFriedrichs des Grofsen [1878] S. 355 Anm. 1), Riedel S. 2 Anm. 1.Hierkommt Riedel Beil. III in Betracht.