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-Halten Sie mich nicht für sicher“; und noch später wurdediesem berichtet: „Nicht ohne Sorge denken wir alle anSchleiermachers Zukunft“. Gass sagt davon: „Er hat gethan,was seines Amtes war“; aus Marheinekes Munde, der ihmsonst nicht hold war, ist mir die Aeusseruug erinnerlich:„Keiner war ein besserer Patriot als er“.
Der Erlanger Dogmatiker Gottfried Thomasius, welcherauch einst zu Schleiermachers Füssen sass und von dem„ganz kleinen Männchen, die Augen voll Feuer“ beeinflusstworden ist, urteilt charakteristisch über seinen Lehrer: „Erwar es, der zuerst wieder die Bedeutung der Kirche zuwürdigen unternahm. Was er nach dieser Richtung hin ge-leistet hat, gehört zu seinen unsterblichen Verdiensten.“ Dasführt uns darauf, kurz auch seines kirchenpolitischen Ein-flusses Erwähnung zu thun.
Wie Friedrich Wilhelm III., der ihn, den reformiertenHofprediger in Stolpe, zum Universitätsprediger für daslutherische Halle berief, war er mit dem alten HofpredigerSack, der einst seine „Reden“ wenig gebilligt hatte, einwarmer Freund der Union. Eine unter seinem Vorsitz tagendeSynode der gesamten Berliner Geistlichkeit mit Anschlussder theologischen Fakultät, erliess daher ein Rundschreibenan die gesamte protestantische Kirche mit dem Antrag aufAnnahme des Namens „evangelischer“ statt „reformierter“oder „lutherischer“ Kirche, sowie auf eine einfache, gemein-same Abendmahlsfeier mit dem reformierten Ritus des Brot-brechens und der bloss recitierenden Spendeformel, was seit-her das Schibbolet der Union geblieben ist. In diesem Sinngenossen die Berliner Geistlichen am 31. Oktober 1817 ge-meinsam das heilige Abendmahl und eine grosse AnzahlGeistliche und Gemeinden schlossen sich ausdrücklich derUnion an.
Stand Schleiermacher hier auf Seiten des Königs, sowidersprach er ihm entschieden in dem bekannten Agenden-streite. Friedrich Wilhelm III., ein frommer Fürst mit theo-logischem Interesse, das ihn aus Luthers und MelanchthonsSchriften ganze Foliobände excerpieren liess, war ein Mannder Ordnung und der rechtlichen Autorität auch auf kirch-lichem Gebiete. Es war seine beliebte Rede: „Von allemSchlimmen in der Welt ist das Schlimmste die Willkür.“Mit der geistlichen Tracht begann er die Uniformierung. Dernoch heut gebräuchliche lange Chorrock mit dem Barettwurde nach Bildern Luthers allgemein eingeführt. Die vomKönige ganz allein nach alten lutherischen Formularen zu-sammengestellte Agende sollte der schrankenlosen Willkürauf liturgischem Gebiet ein Ziel setzen.
Dem allgemeinen Widerspruch gab alsbald ein von