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und der Jurist Sclimaltz von voimherein zur Bildung des Lehrkörpers ins Auge gefasst waren. Alle vier konnten endlich,gewiss ein unscheinbarer Anfang, im Herbst 1809 die vonden Tageblättern angekündigten „streng wissenschaftlichenVorlesungen im Prinz Heinrich’schen Palais“ eröffnen. Am22. November, einen Tag nach seinem Geburtstag, begannSchleiermacher seine Kollegien über die christliche Sitten-lehre und über die Hermeneutik. Daneben stand er als Mit-glied der Sektion für den Kultus dem in der Arbeit für diejunge Hochschule unermüdlichen Leiter des Unterrichtswesens,dem grossen Wilhelm von Humboldt, welcher fortgesetztweitere Lehrkräfte berief, treu zur. Seite, schrieb Gutachtenüber Einrichtung der theologischen Fakultät und über Ertei-lung akademischer Würden, war als Mitglied der „Kommis-sion zur Einrichtung der Universität“ an der Ausarbeitungder Universitätsgesetze beteiligt, nach deren Bestätigung mitder von dem ersten Rektor Schmaltz, dem spätem „Dema-gogenriecher“, erfolgten Vereidigung sämtlicher 58 Dozentendes aus den vier alten, historischen Fakultäten bestehendenLehrkörpers am 10. Oktober die neue Universität konsti-tuiert war.
2. Schleieriuacher mul seine Schüler.
So war das grosse Werk endlich, nicht zum wenigstendank der unermüdlichen Thätigkeit Schleiermachers gelungen.Die theologische Fakultät zählte neben ihm als Ordinariende Wette und bald darauf Marlieineke, welche von Nikolo-vius, Wilhelm von Humboldts Nachfolger, aus Heidelberg*berufen waren. Ganz natürlich war es, dass Schleiermachererster Dekan der Fakultät wurde, in deren Matrikel er be-reits am 15. Oktober als einen der ersten einen jungen Hol-steiner, den erwähnten Twesten, seinen spätem Nachfolger,eintrug, welcher vorher bei ihm angefragt hatte, ob er undandere Gelehrte, umlaufenden Gerüchten entgegen, bestimmtim kommenden Winter Vorlesungen halten würden. In sei-nen Vorlesungen behandelte Schleiermacher während seinervierundzwanzigjährigen Lehrthätigkeit mit Ausnahme desAlten Testaments alle Zweige der theoretischen und prakti-schen Theologie, Vorlesungen über das Leben Jesu und überkirchliche Statistik wurden durch ihn neu eingeführt. Philo-sophier Psychologie, Pädagogik, Dialektik, selbst Politik,machte er, zumal nach seiner Ernennung zum Sekretär derAkademie der Wissenschaften, zum Gegenstand regelmässigerVorträge. So war der Umfang seiner Kollegien ein rechtbeträchtlicher, er las täglich, mit Ausnahme des Sonnabends,