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Handelswissenschaft, Handels- und Wechselrecht, Handelsgeschichte und Waarenkundelehrt; und in die technische Abtheilung. Diese letztere hat nach dem Anlasse verschiedenerFacher einen Cursus von 1, 2 oder 3 Zähren und lehrt darin reine Mathematik, Mecha-nik und Maschinenlehre, Land- und Feldmathematik, Baukunst, Chemie, Physik, Mi-neralogie, Technologie, Land- und Forstwirthschaft, Zeichnen und Buchhalten. Vonbeiden zuletzt erwähnten Instituten ist das erste zu wenig geeignet für ein technologischesInstitut, das zweite aber leistet auch Unterricht in der Land- und Forstwirthschaft undthut also noch mehr, als man von einem rein technologischen Institute erwarten kann.
In Preußen gilt als ein technologisches Institut das „königliche Gewerbsinstilut zuBerlin." Doch ist es nicht ein Alles umfassendes, sondern es hat zunächst nur die Bil-dung von Bauhandwerkern, Mechanikern und Chemikern zum Ziele und ist 1822 be-gründet worden.
Alle verschiedenen Errichtungen technologischer Schulen beweisen, wie entschiedendiese neue Idee sich Platz gemacht hat und wie sehr sie hecvorgetreten ist. An manchenOrten ist man allerdings hinter ihr bei Errichtung der neuen Schulen etwas zurückgeblie-ben ; aber an den meisten Orten hat man ihr dabei alle Gerechtigkeit widerfahren lassenund scheinbar eher zu Viel als zu Wenig gethan. Aber die Wahrheit der Idee ist jeden-falls durch ihre praktische Anwendung vollständig erwiesen. Schmidt.
Telegraph. — Schon in den ältesten Zeiten dachte man bei den Trojanern, beiden Griechen und bei den Galliern daran, die Fernschreibekunst zu erdenken. Wirklicherzählt uns auch der trojanische Taktiker Aeneas, daß einige Versuche, die Buchstaben desAlphabets in gewisser Entfernung durch Zeichen auszudrücken, gelangen. Gleichmäßigbeschreibt uns Polybius ein von den Griechen erdachtes Verfahren, die Buchstaben zusignalisiren, und Cäsar und Vegetius erwähnen, daß die Gallier Feuersignale und Bal-ken, die in verschiedenen Stellungen an Thürmen befestigt wurden, zur Mittheilung ver-schiedener Nachrichten benutzt haben. Aber das System der Trojaner ging nur zur Nacht-zeit und auch da noch so langsam von Statten, daß, nach der Methode des Aeneas, wäh-rend einer Nacht kaum zwei oder drei Worte zusammengesetzt werden konnten. Die Grie-chen aber und die Gallier hatten zwar Systeme erdacht, allein niemals ihre wirkliche Aus-führung versucht. Somit blieb auch die ganze Fernschreibekunst auf sich selbst beruhen,wenn schon die Grundzüge der in neuerer Zeit zum Telegraphiren benutzten Mittel bereitsdamals angedeutet zu sein scheinen.
Zn neuerer Zeit gerieth Claude Chappe zu Anfänge der französischen Revolution zu-nächst auf die Idee, sich mit Hilfe der Fernschreibekunst mit einigen etliche Stunden vonihm lebenden Freunden in Correspondenz zu setzen, und es gelang ihm nicht nur, zunächstden Mitteln dazu auf die Spur zu kommen, sondern späterhin auch seine Vorrichtung imGroßen aussühren zu können. Er reichte darauf im Jahre 1792 bei der Nationalver-sammlung zu Paris die Beschreibung der von ihm erfundenen und Telegraph oder Fern-schreibmaschine benannten Maschine nebst dem Plane zur Errichtung von telegraphischenVerbindungen ein und wurde bereits 1793 mit Errichtung der ersten telegraphischen Linievon Paris nach Lille beauftragt. Ehe sie noch fertig wurde, ging die Festung Conde andie Oesterreicher über. Kaum aber war sie fertig, so brachte die Telegraphenlinie dieNachricht, daß die Festung Conde wieder an die Franzosen zurückgefallen war. Der Con-vent benachrichtigte durch den Telegraphen, daß er diese Stadt in Nordlibre umgetaufthabe, und erhielt die wirkliche Ausführung seines Beschlusses auf demselben Wege zurAntwort.
Der Chappe'sche Telegraph besteht überall in einem frei und hoch gelegenen Beob-achtungshäuschen , über dessen Dache sich eine Säule erhebt, auf deren oberem Ende sichein so beweglicher Balken befindet, daß er horizontal, oder in verschiedener Neigung gegenden Horizont stehen kann. Erbesteht aus drei verschiedenen und besonders beweglichenTheilen, aus einem Balken in der Mitte und an jedem Ende desselben aus einem Arme.Bringt man diese drei beweglichen Theile in alle mögliche von einander verschiedene Lagen,welche ohne Gefahr einer Verwechselung noch deutlich erkennbar find, so erhält man 256ganz wesentlich von einander verschieden« Formen. Die beweglichen Theile, oder der