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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
324
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Stu

Ste Z24

ben ist mit Streben verwandt,und unterscheidet sich von Wi-Verstreben bloß dadurch,daß es die gewaltsame Anstren-gung zur Verbinderung einerEinwirkung überhaupt andeutet,ohne zugleich auch die Richtungderselben wider das einwirken,de Ding mit zu bezeichnen, wiedies in Widerstre ben geschieht.Man sagt daher auch von denHaaren, daß sie sich sträuben,wenn sie sich durch eine gewaltsa,me Bewegung, z. B. im Schre-cken» cmporrichten.

Straucheln. Srolpern.Gleiten, ü- Fehltritte thun,wodurch man dem Fallen nahekömmt. V. Straucheln be<zeichnet diesen Begriff ganz allge-mein. Denn es ist das Diminurtivum von dem im Oberdeutsche«noch gebräuchlichen Strauchen,welches von Strauch her»kömmt, das eine Bewegung de»deutet, wodurch man das Gleich»gewicht verliert. Dagegen glei»tet man nur auf einem glat-ten Wege, und stolpert aufeinem unebnen, wo man an et-was anstößt, Indem man die Fü-ße nicht gehörig aufhebt.Stolpern deutet daher auf ei-ne Unvorsichtigkeit, und ist des-halb ein weniger höflicher Aus-druck als Gleiten und Strau<cheln, indem Straucheln dieUrsache des Fehltritts gar nichtanzeigt, und Gleiten demglatten Wege, wo auch der Vor-sichtigste, fallen kann, die Schuldgicbt.

Strophe. Vers. ü. Merkli-che Abtheiluugen in einer Rede.

D- Verse nennt, man solche

Abtheilungen nicht allein in Ge-- dienten, sondern auch in Prosa;Stroph.cn nur in Gedichten.So> sind nicht bloß die Atter imGesaugbuche, sondern auch dieCapik-l in der Bibel in Verseabgetheilk. Be» den Gedich-te» wird auch eine'einzelne I«l«ein Vers genannt. Stropheist ein Inbegriff von mehrer»Zeilen.

Aeube. Rammer. Zimmer.Gemach. Saal Flur. u.Abrhcilungen i» « uem Hause, diedurch Wunde eingeschlvssen sind.D Eine solche Abtheilung ist ei-ne S t» b e, wenn me den Bewoh-nern des Hauses zum gewöhnli-che» Aufenthalte bey Tage dient,und daher auch mit d n zum tag,liehen Gebrauche »ülhigen Gerä»tbcn, iugleichen auch in kaleenGegenden mit einem Ofen verse-hen ist, um im Mutter gebeiztzu werden. Eine Kammer,z. B. eine Schlafkamm er,ist mit diesen Dingen nicht verse-hen , weil sie nicht zum gewöhn»lrchen.Aufeuthalte bestimmt ist.In den Häusern der Reichen undVornehmen werden die Stubenund Kammern, die nicht bloßfür das Gesinde bestimmt sind,Zimmer und Gemacher ge-nannt. Dies gründet sich viel-leicht aus die große Allgemeinheitder ursprünglichen Bedeutung die-ser Wörter, wodurch die Nebea-ideen des Gerneinen entfernt wer-den» die an Stube und Kam-mer hängen. Den« ein Zim-mer ist ursprüglich jeder Ort,der durch gez i m merke Wändeeingeschiossen ist; und ein Ge-mach jeder Ort, wo man sichmit