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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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314
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Seg Z14 Seh

Segne». Einsegne». Segengeben, v. Jemandem etwasGutes von Gott wnn'chen oder,sofern es von Gott selbst gesagtwird, crthcilen. V. Das Seg-nen kann ei» bloß innerer Wunschseyn. Znm Segen geben abergehört auch d:r äußere Ausdruckdesselben durch Worte oder andereZeichen. Ja in manchen Fallensind gewisse besondere Zeichen,z. B- das Kreuzmachen, habe»gebräuchlich, und weil die Unwis-senheit der roken Zeilen solchenZeichen eine besoneere Kraft zu>schrieb, und als die Hauptsacheausahe; so ist es nicht unwahr-scheinlich, daß Segnen vonlirnare, bezeichnen, abstammt.Ein gesegnet wird dcrieniqe,der zu einer wichtigenBestimmung»z. B- zu c-nem Predigcranzte, da-durch ciligeweihrt wirb, daß je-mand, der oazu besonders befugtist, ihn segnet, oder ihm denSegen gibt.

Sehen Ansehen. Gaffen.Angaffen. Glupen Gu-cken. Schule». Blinzen.ü. Seine Augen auf eine» Ge-genstand richten- D Ansehenbezeichnet die bloße Richtung derAuaen aus einen Gegenstand;Sehen zugleich die Wirkungdaovn: das Wal»nehmen deS Ge-genstandes. Be» heftiger Ge-müthsbewegung, oder großer Zer-streuung, kann es geschehen, daßman einen Gegenstand nicht sie-bet, wenn man gleich ihn an-siedet. Angaffcn bedeu-tet ein gedankenloses, vcrwun-derungsvolles Ansehen, Lasein Zeichen von Einfalt oder Un-wissenheit ist. Wer etwas a.n-

gasft, der pflegt'nicht allein dieAllgen weit zu offnen, sondernauch de» Mund weit offen zhaben. Daher kommt Gaffenwahrscheinlich her von dem Nie-dersachsischen apcn, offen, mitdcrVorsylde Ge; so wie Maul-affe von M nlapeu. Gaf-fe» und A n g a ff c » sind so ver-schieden, daß Angafsen dasGaffen »ach einem bestimmtenGegenstände ausdruckt- Gu-cken bezeichnet die Handlung,wodurch man seine Auge» aufeinen Gegenstand richtet, mit demNebcnbegr.ffe einer ueugicrigenAnnaheri/ng des Kopfs an den-selben. Wegen diuec Nebenbeigriff» ist Gucke» ein unedlerAusdruck. Glupen bezeich-net ebenfalls die Handlung, wo-durch man die Augen auf einenGegenstand richtet, hat aber denNebcubegriff, Laß der Glupen-d e den Bl'-ck zur Erde senkt, umnur v.rstohlncr Wuse in die Hohezu blicke». Da nun die finster»»ns tückischen Menschen diese Ge-behrde zu machen pflegen; sowerden sie deshalb glupischegenannt. Schulen unter-scheidet sich von Glupen bloß da-durch, daß der Schulende nachseinem Gegenstände verstoklnecWeise von der Seite hinblickt, in-deß er vorwärts zu sehen scheint;wie die Verwandtschaft diesesWorts mitSchiclen anzeigt.Blinzen bezeichnet ei» Gebenmit beyuabe geschlossenen Auge»,wobcy die Augenlieder oft aufund nieder bewegt werden. Die-ses geschiehet insonderheit, wenndie Augen durch zu starkes Lichtgeb! endetoder gleichsam blind

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