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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
278
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Wen» es daher von der Richtungeines bewegten Dinges gegen ei-nen gewissen Ort gebraucht wird;so muß n) der Zusammenhangdiesen Tinn bestimmen. Wansagt: ich reise nach und zu mei-nem Freunde. Aber, anstatt« a ch Amerika reisen, kann mannicht sagen: zu Amerika reisen.Denn dies könnte auch heißen:in Amerika eine Reise macke»;r) erhalt zu den Ncbcnbcgriffder Vollendung der Bewegung,oder, der Erreichung ihres Ziels.», Ich reiste zu meinem Freunde^schließt mit ein, daß ich wirklichtey ihm »»gekommen sev. Da-her bezeichnet auch zu im uneirgenllichcn Gebrauche dass Vcr-hältniß dcS Mittels zum Zwecke.Ick gebrauche «ine Arzney zuMeiner G sundheit.

Nachdenken. Durchdenken,überdenken, u. SeimnDer-stand mit einem Gegenstände be-fchafftigcn. V. Wenn der Ver-stand denkt; so betrachtet er ent-weder das zu dem GegenständeGehörige einzeln, eins nach demandern, oder er faßt es zusam-men. Das erste Hecht Nach den-ken HS- Bedenken :c), das an-dre ü b c r d c u k e n. DaS Durch-denken ist ein vollständigesNachdenken, wobey inan allezu dem Gegenstände gehörigenStucks durchgehet- Ich habeüber ne Sacke nachgcdacht,aberich konnte sie nicht durchden-ken» weil ich gestört wurde, undmeine Betrachtungen nickt voll-enden konnte. Ursprünglichbezeichnet N a chLe n k e n das Be-streben der Denkkraft überhaupt,sich einen Gegenstand deutlich zu

machen. Denn es beziehet sichauf die ursprüngliche Bedeutungvon Nach (S. d. vor. Art.).Die Denkkraft sicht gleichsam einenGegenstand in dunkler Ferne vorsich liegen und strebt n a ch dem-selben diu, sie sucht stick demicl«selben durch das Denken zu nä-hern, d. i. ibu deutlich zu wa-chen. Dies kann sie aber nur da-durch, daß sie die Merkmale des-selben nach und nach klar zu ma-cken sucht.

achdenken. Nächst nun».Nach grub ein. (S. Denken.Sinnen. Grübeln.)achgeben. Nachsehen, ü.Geschehe» lassen, was ei» Andrerwill. V. Nachgebe » heißt dies,es mag geschehen, aus welchemGrutrde es will; Nachsehen,wenn es aus Liebe geschieht.Nackgeb c n kan» man auch auiFurcht, aus Politik u. s. f. Lmezärtliche Mutter aber ist ofi zunachsichtig gegen ihr Schvoß-kind.

Nachgcben Gefällig seyn.Ü- Etwas wollen, ohne dazu »er»pstichtet zu seyu, wovon manglaubt, daß cs einem Andern an-geuchm seyu werde. V. Nach-sehen kan» dies in jedem Falleheißen, auch wenn eS aus Furchtoder aus Noch geschieht. Ge-fällig seyu heißt es nur dann,wcmt man es tbut, um dem An-der» zu gefalle».

Nach machen. Nachtbun. u.Etwas machen oder chun, wobcyman die Absicht hat, daß es et-was andcrm ähnlich werden soll.V- S. Handeln. Machen. Tkuü.

Nachricht. Gerücht. Zei-tung. ü. Die Mitthcilung derKnude