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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Jam

Eie bricbt aus i» schmerzhafteAusrufung» und kurze, oft abge-brock ne Reden.

Jammer Trübsal Leiben.Ungemach. Widerwärtig-keir. Elend, Bedräng:niß. Drangsal Norh..Unglück. Rreuz. st. Allediese Wörter bezeichnen unanger. nehme Zustande V Die erstenvier Wörter bezeichnen die unan«geuedmen Zustande von Seitender kchmerzkaftcn Empfindung,welche die Übel, die sie enthallen,erregen Hat diese Empfindung uurein n geringen Grad, so heißen dieübel Ung > ma ch. Denn d-cseSWort bezeichnet Las, was unsans unserer Gemächlichkeit bringt,und der Verzärtelte wird daherjede Unbeaucmlichkcit ein Unge-mach nennen. Wenn aber dieschmerzhafte Empfindung einenhöher» Grad bat, so werden dieübel, die dieselbe erregen, Leidengenannt; und sofern diese Übelinsonderheit durch ihre langeDauer empfindlich werden, findcs Trübsale, weil die Endsplbesal eine» dauernden Instand aus-druckt. Wenn endlich die schmerz-hafte Empfindung de« höchstenGrad der Starke hat, so heißtdi, ser Zustand Jammer. DennJammer ist eigentlich der Aus-druck des höchsten Schmerzes.(S. Jammer. Klage) Aberdurch die Metonymie der. Wir-kung für die Ursache wird auchdieser Zustand selbst so genanntDiezwcy folgende«Wörter: Wi-derwärtigkeit und Elend be-zeichnen die unangenehmen Zu-stände pon Seiten der übel, diesie enthalten, »nd unterscheiden

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sich dadurch, daß Widerwärtig-keit alle, auch die kleinsten ubrlbezeichnet, Elend nur die grö-ßcrn uni) größten. Denn eineWiderwärtigkeit ist alles,was unser» Wünschen zuwiderist. Elend heißt ursprünglichein frcmtes Land, und kömmt »erin der Form LI, lenste, ve» el,»lius, fremd. In dem frühestenZustande eines Volks gilt cs aberfür das größte übel, aus seinemVaterland- in ein fremdes Landverstoßen zu seyn. Die bey-den folgenden Wörter: Ve-dränguiß und Drangsalbezeichnen die unangenehm«. Zu-stande von Seiten der Angst »>,dVerlegenheit, worin sic den Men-schen setzen, wenn er keinen Aus-weg sichet, kein Mittel, sich zuretten, entdecken kann. Denndiese Wörter kommen her vonEnge und bezeichnen also das,was uns gleichsam in eine Engetreibet, woraus wir uns nicht zuhelfen wissen; und durch eine ge-wöhnliche Metonymie drucke» siedann auch den Instand dieserAngst und Verlegenheit srlbst aus.Drangsal unterscheidet sich abervon Bedräug »i ß dadurch, daßes ans größere, und insonderheitdauerndere übel gehet. Denn dieEndsylbe s a l bezeichnet hier wie-der einen dauernden Instand. Esist eine Bedräng niß, wen»man nicht weiß, womit man seineGläubiger befriedigen soll; undein Krieg führt in dem Lande,wo die feindlichen Heere stehe»,viele Drangsale herbei).Noth bezeichnet unangenehmeZustände mit dem Nebenbe,wisse,daß dcrjenigd, der in Noth ist,schlcin