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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
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unangenehme Eindruck auf dasZarte vermieden wird. Wen»man von unanständigen Dingenreden muß, so muß mau delicateAusdrücke gebrauchen, d. i. solche,wodurch jeder unangenehme Ein-druck auf ein zartes Gefühlve> mieden wird.

Denkart. Denkungsart. L.

Eine zur Fertigkeit gewordeneArt und Weise zu denken. V-Denkart evird dies in jedemFalle genannt. Denkungsartbezieht sich auf die Maximen,wornach man über sittliche Ge-genstände urthsilt. Wenn cs mirzur Gewohnheit geworden ist,ohne Ordnung zu denken? so istda« eine schleckte Denkart.Wenn ich die Maxime habe:Was dir Nutzen bringt, das thuc,so ist dies eine schlechte Den-kungsart.

Denken. Sinnen. Grübeln.

ii. Mit dem Verstau^ thatigsey», und zwar mit angestrengterAufmerksamkeit. V. Denkenkann aber das Thätigseyn desVerstandes auch in jedem andernFalle heißen, wenn auch die Auf-merksamkeit nicht angestrengt ist,und die Gegenstände schon bekanntsind. Ginne» he ßt: mitangestrengter Aufmerk'amkeit den-ken, um etwas Uiibetannkes zuerkennen. Ich habe Tag undNacht gesonnen und doch nichtsherausgebracht Grübelnheißt über solche Sachen sinne»,worüber das Denken vergeblichoder unnütz ist. Es wäre einebloße Grübele», wenn mandarüber sinnen wollte, zu welcherArt von Schwalben diejenige ge-bürt habe, die den Loblas um

sein Gesicht brachte. Denn tatläßt sich nicht ausmachc», undwenn es ausgemacht wäre, s»hätte cs keinen Nutzcn-enken. Glauben. Mei-nen. wähnen, ii. Urtbci-len, daß etwas so oder so sc».

V Wenn dieses Urtheilcn falschist, so wird es Wähnen genannt(von dem veralteten W a n, falsch).Wenn dasselbe mit dem Beivnßt-seyn, daß es ungewiß sey, be-gleitet ist, so heißt es Meyne u.Denken wird in jedem Fallegesagt, ich mag mir dem Bewußt-sein, der Gewißheit oder der Un-gewißheit urtheilcn. DasGlauben ist immer mit demBewußtseyn der Gewißheit ver-bunden. Diese Gewißheit aberberuht auf einem Zeugnisse Ande-rer j und in sofern steht das Glau-ben der eigenen Einsicht» oderdem Wissen entgegen. D-eAstronomen wisse», daß dieSonne großer ist als de Ende.Der Ungelehrte glaubte«, wen»er es darum für gewiß wahr hält,weil die Astronomen cs sagen.>enn»ch. Doch. Demunge«achter. Dleichwo h l. si-Vindeworter, wodurch mau an-ze gt, daß Etwas statt finde, demein Grund (wirklich oder demScheine nach) entgegen steht. ,Obgleich meine Neigungen dawi-der sind, so werde ich es doch,dennoch, dcmungcachtet»gleichwohl thn». V. Deni-iigeachtet sagt man, wennman seine Aussage und den cat-gegcustehenden Grund für gewißerklärt. Es druckt also aus: daßdiese Aussage durch diesen Grund, nicht aufgehoben werde. Dock

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