Druckschrift 
Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
Seite
44
Einzelbild herunterladen
 

Aus

Aus r

Ausfuhren. Vollführen.Vollbringe». Vollzie-hen. Voll strecken, u. Ei-nem Beschlüsse gemäß durch seineHandlungen etwas wirklich ma-che». V. Sofern man, ebneRücksicht auf keu-Befchluß, bloßauf die Handlung siebt, wodurchdie Sache wirklich gemacht wiid,sagt man Vollbringen (völ-lig zu Stande bringen). Ei-ne Arbeit wird vollbracht.Sof-ru man darauf siebt, daßdurch das Vollbringen einer Hand-lung dasjenige wirklich gemachtwird, was beschlossen ist, sagtman Vollziehen. Ein Be-schluß wjrtz vollzogen; evmag übrigens der eigne Beschlußdes Handelnden, oder in einemGesetze, Befehle oder Urtheils-spruche Andrer enthalten jeyn.Sofern ma» darauf siebt, daßLas Vollbringen einer Handlungnach einem gewissen Entwürfegeschieht, sagt inan Ausfuhrr e n- Der Entwurf wird aus-ae führt, und weil wir bey denEntwürfen zur Erreichung unsrerZwecke die Mittel zu diesen Zwe-cken bestimmen, so wird AuS-sühren von den Mitteln ge-braucht. Em Mittel zu einemZwecke kan» ausführbar undunausführbar seyn. Voll-f (ihren unterscheidet sich vonAusfübrcn dadurch, daß dasletzire auf, die ganze Handlung,das erstrc aber mehr auf die Be-endigung oder Vollendung, der-selben hindenket. Voll Ar e.ck c nist ursprünglich mit Vollzie-hen völlig gleichbedeutend. Denn

. Strecken hieß Ziehen, sowie noch jetzt das niedersächsische

Trecken soviel als Ziehen be-deutet. Jetzt scheint vollstr «rckcn besonders für unmittelbarVollziehen genommen zu werden.Wen» einem Verbrecher die Stra-fe zngefngt wird, welche dasrichterliche Urlheil nach den Ge-setzen ihm znerkennt, so wird dasUrtheil voll streckt und daS Ge-setz vollzogen,uog <rnn. Erfslg. ü. Kom-men darin überein, daß sie dasEnde einer Begebenheit anzeigenkönnen. V. Sofern dieses Endeals eine Folge ans dem Voranf-g Hemden betrachtet wird, nsirdes Erfolg genannt. Sofernaber diese Beziehung nicht in Be-trachtung gezogen wird, sagt manA u.sga » g- Die Krankheit nahmeinen schlechte» Ausgang;denn die angewandten Mittel blie-be» ohne Erfolg, d. i. sie be-wiiktcn nicht dasjenige Ende derKrankheit, das sie bewirken sollten,ns gemacht. Augenschein-lich. Gewiß. Unläugbar.Ü Pradieate,. die einer Vorstel-lung in sofern zusammen, als ih-re Wahrheit klar ist. Gewiß.wird eine solche Vorstellung in je-chem Falle genannt. Die übrige»Wörter zeigen besondrc Arten undGrade der Gewißheit an. Au-genscheinlich (evident) ist das,was ohne allen Beweis, oderdoch durch einen sehr kurzen undleichten Beweis gewiß ist. ll n-lauqbar ist das Gewisse, so-fern die Wahrheit desselben nichtverneint werden kann. Alles A u- -gen schein lich« ist unläug,bar; ab'i nickt umgekrhrt. Dennes kann eine Wahrheit unläug,bar scyu, wen» sie auch durcheinen

<

/