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Handbuch der deutschen Synonymik : bearbeitet nach dem größeren Werke des Herrn Professor Johann August Eberhard
Entstehung
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Anm

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Anmaßung. Anspruch. H-Die Behauptung, daß man einReckt aus etwas habe. V Einesolche Behauptung heißt in allenFallen ein Anspruch; eineAnmaßung alsdann, wennman sich unbefugterweise bereitsin Len Besitz Les behauptetenRechts gesetzt hat.Anmerkung. Bemerkung,ü. Gedanken, wo;u uns einGgcnstand veranlaßt. D. Be»merk u »gen heiße» dergleichenGedanken in jedem Falle; An»mcrkungen aber, der Ablei-tung zufolge, wenn sie zu an-dern Gedanken dinzugefügl wer»Len. Zu einem philosophischenSysteme kann mau Anmer«kungcn machen; aber das Sy-stem selbst kan« nicht aus An»merkuäaen bestehen.Anmurhig. «s^old. holdse-lig. Reizend. Änmuth.Huld. Holdseligkeit.Reiz. Grazie. a. Eigen-schaften, wodurch die Dinge ei-nen sanft angenehmen Eindruckmachen, und also auf der einenSeite den unangenehmen undgleichgültigen, auf der andernden erhabenen entgegen gesetztsind. V. Hold bedeutete ur-sprünglich, außer treu, sovielals gütig, wohlthäria. DerKaiser war ihm hold. U n h o l-d e sind übellhättge Wesen. Durcheine M tonymie, welche die Wir-kung für die Ursache setzt, wurdeholv hernach gebraucht, um den-jenigen zu bezeichnen, der durchsanfte Güte die süße Empfindungder Liebe erweckt; hierauf durcheine Smiecooche auf moralischeLiebenswürdigkeit überhaupt über»

tragen» die sich durch ein sanftes,wohlwollendes, unschuldiges, na»türliches Wesen u. s. f. auffert;und endlich turch eine Metapherauch auf vernunftlose Dinge an-gewandt, die einen ähnlichen,sanften, wohlthatigen Eindruckmachen; als: der holde Früh-ling. Holdselig (die End»sylben bezeichnen eine Fertigkeit)ist den mvialischen Wesen eigengeblieben ; und Holdseligkeitbedeutet insbesondere den hdchfte»Grad der wirklichen Liebenswür-digkeit. Aumukhig ist ein an-genehmer Gegenstand, sofern ermerkliches Verlangen erweckt.(S- Angenehm). Ein aumu»tbig er Platz, nach dessen Genußwir verlangen. Reizend bereu»let den höher» Grad des Anmu-thige», a'w das, was ein so star-kes Verlangen erweckt, daß esuns mit angenehmer Gewalt an-zieht. Anmuthig und rei-zend kan» «ine Buhlerin. sevn,aber holdselig nicht. Fernerdie schönen Gesichtszüge und Be-wegungen, die mehr Lebhaftigkeitaustrücken, sind mehr re'zend(weil sie stärker afficireu), und die,welche mehr Sanftheit ausdrücken,mehr holdsielig. Das WortGrazie ist durch die Kunstkritikaus dem Italienischen zu uns ge-kommen, und bedeutet Holdselig-keit Den» es bezeichnet die Ei-genschaft, welche in den dreyGrazien oder Huldgöttin-nen (die anfangs die drey Gna-den hießen) persvmsicirt ist.

Annehmlichkeiten. Reize,ü. Eigenschaften, wodurch einePerson o.fallt. V. Erhellet auSdem Obigen (s. Angenehm, undD r An-